Mit Spenden Aufforstung unterstützen

Lichtenfelser CDU beantragt die Schaffung eines Bürgerwaldes

Waldschäden sind, auch in Lichtenfels, unübersehbar. Die notwendige Aufforstung wird teuer. Spenden von Bürgern könnten die Situation verbessen, hofft die Lichtenfelser CDU.
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Waldschäden sind, auch in Lichtenfels, unübersehbar. Die notwendige Aufforstung wird teuer. Spenden von Bürgern könnten die Situation verbessen, hofft die Lichtenfelser CDU.

Die CDU-Fraktion im Lichtenfelser Stadtparlament möchte den Fortbestand des Stadtwaldes unterstützen: In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung hat sie die spendenfinanzierte Anlage eines Bürgerwaldes beantragt.

Lichtenfels – Am besten sollte die erste Anpflanzung bereits im Herbst 2021 erfolgen und dann möglichst jedes Jahr fortgesetzt werden, erklärte Fraktionsvorsitzender Eckhard Schnatz: „Unser Wald ist in einer schrecklichen Lage, die für eine Aufforstung benötigten Mittel fehlen. Viele Bürger würden gern helfen, wissen aber nicht, wie,“ begründete er den Antrag.

Über einen Spendenaufruf an Bürger, Unternehmen, Vereine, Schulen und Kindergärten könnten die Interessenten beliebig viele Pflanzen zu einem festzulegenden Preis erwerben und die Setzlinge nach der Pflanzung mit einem Namensanhänger markieren, schlug er vor. Der Lichtenfelser Stadtförster würde einen Standort auswählen, ebenso die passenden standort- und klimaverträglichen Baumarten. Die Pflanzaktion könnten die Forstfachleute als Event unter Beteiligung der Spender gestalten.

Außerdem könnten die Spender, Schulen und Kindergärten die Kultur begleiten, etwa bei regelmäßiger Pflege. Eine Idee wäre auch, für jedes neugeborene Kind einen Baum im Stadtwald zu pflanzen, umriss er den Antrag.

„Wir finden die Idee gut, würden aber anstelle eines Bürgerwaldes dafür plädieren, dass alle Ortsteile einen eigenen Bürgerwald bekommen, das dürfte mehr Identifikation stiften“, sagte Horst Wendt, Fraktionschef der Wählergemeinschaft Lichtenfels (WGL).

Für eine dezentrale Lösung sprach sich auch Ursula Müller aus, Fraktionsvorsitzende der Grünen: „Die Idee ist sehr gut. Es ließen sich auch pädagogische Bildungsangebote für Schulen anschließen“, sagte sie. „Das ist ein wichtiger Startschuss, aus dem sich mehr entwickeln kann“, befürwortete auch Friedhelm Emde von der FDP die Idee. Einstimmig haben die Stadtverordneten den Antrag an den Magistrat verwiesen, auch die Forstkommission wird involviert. Von Marianne Dämmer

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