Von Asphalt bis Schutz

Lichtenfelser Fraktionen – Stadtentwicklung und Klima im Blick

Zahlreiche Anträge haben Vertreter der Fraktionen im Lichtenfelser Stadtparlament am Dienstag bei der Sitzung der Stadtverordneten eingereicht, außerdem erreichten den Magistrat zwei Anfragen.

Viele Aufgaben für die Stadt Lichtenfels gibt es – Stadtentwicklung, Hochwasserschutz, Klima-Aktionsplan der Klimakommune, hellerer Asphalt sind beantragt.

Lichtenfels – Die CDU-Fraktion hat die Entwicklung eines städtebaulichen Konzeptes im Blick, wobei besonders die Entwicklungspotenziale und -möglichkeiten in Sachsenberg und Goddelsheim geprüft werden sollten. In Sachsenberg sollte sich fokussiert werden auf Nahversorgung und die Entwicklung des brachliegenden Gewerbegebietes, in Goddelsheim auf das Areal rund um altes Pfarrhaus, Kindergarten und Grundschule. Fördermöglichkeiten, erklärte Karl-Heinz Wilke. Eruiert werden sollten auch Fördermöglichkeiten. Einstimmig wiesen die Stadtverordneten den Arbeitsauftrag an den Magistrat. Friedhelm Emde (FDP) sagte, dabei die kleinen Ortsteile „nicht hinten runter fallen zu lassen.“ Horst Wendt von der Wählergemeinschaft erinnerte in dem Zusammenhang an den Antrag seiner Fraktion 2017 zum hessischen Dorfentwicklungskonzept, der noch nicht bearbeitet worden sei.

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen beantragte, angesichts möglicher Starkregenfälle durch ein Fachbüro ein Konzept zum Hochwasserschutz erstellen zu lassen für die Stadtteile, die gefährdet sein könnten. Gefahrenpotenziale sollten ermittelt, Gebäude katastert, Schutzmaßnahmen, die Stadt und Eigentümer treffen könnten, benannt werden, erklärte Fraktionsvorsitzende Ursula Müller. Der Antrag wurde einstimmig in die Ausschüsse verwiesen.

Außerdem stellten die Grünen eine Anfrage zum Projekt „Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen“, dem Lichtenfels seit 2009 beitrat. Die Grünen möchten wissen, was die Stadt seitdem unternommen habe, welche Aktionspläne es gebe, wie sich die Co2-Bilanzen entwickelt hätten, welche Form der Vernetzung die Stadt nutze. Bürgermeister Henning Scheele, der das Amt 2019 von Uwe Steuber übernommen hat, sagte: „Es gibt keinen Klimaaktionsplan – und ich weiß nicht, wieso.“ Er habe sich des Themas angenommen, Gespräche würden laufen.

„Für Klimaschutz muss man an vielen Stellschrauben drehen – eine ist hellerer Asphalt“, erklärte Friedrich Schüttler von der SPD-Fraktion: Sie beantragt, künftig alle Straßen, die es zu erneuern oder neu anzulegen gilt, mit einer helleren, hitzereduzierenden Fahrbahnoberfläche zu versehen. Mögliche Mehrkosten sollen in Haushaltsplänen mit einbezogen werden. Oberflächen von Asphaltstraßen würden wesentlich zum Mikroklima beitragen, dunkler Asphalt reagiere auf die zunehmende Hitze wie ein Wärmereservoir. Hellere Flächen könnten Abhilfe schaffen, erklärte er die Hintergründe. Der Antrag wurde einmütig in die Ausschüsse verwiesen. (Von Marianne Dämmer)

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