Lichtenfelser Stadtverordnete treiben Bauleitplanung voran

Bauwillige in der Stadt Lichtenfels halten

Planänderung: Im Goddelsheimer Schlehenweg sollen auch zweigeschossige Häuser erlaubt werden.  
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Planänderung: Im Goddelsheimer Schlehenweg sollen auch zweigeschossige Häuser erlaubt werden.   

Um Bauwillige aus Lichtenfels zu halten, treiben die Stadtverordneten die Bauleitplanung in zwei Gebieten voran: Goddelsheim und Neukirchen.

In Goddelsheim soll der 2018 in Kraft getretene Bebauungsplan für den Schlehenweg geändert werden. Dort ist derzeit nur eine eingeschossige Bauweise vorgesehen. An dem Weg stünden aber bereits vier Häuser, die zweigeschossig gebaut seien, berichtete Bürgermeister Henning Scheele. Im anschließenden Neubaugebiet hätten drei von sechs Bauwilligen den Wunsch geäußert, ebenfalls zweigeschossig zu bauen. Das passe zu den anderen Häusern, sagte Scheele und plädierte dafür, den Bebauungsplan zu ändern.

Das Büro Bioline habe die Unterlagen für den Aufstellungsbeschluss zusammengestellt. Die Stadt sei froh, den Wünschen der Interessenten entgegenkommen zu können, sagte Scheele. Wenn sie in Lichtenfels blieben, trage dies zur Zukunftssicherung bei, er bat, einen Beschluss „im Sinne der jungen Bauherren zu fassen“. Dem folgte das Parlament einstimmig.

Weiterer Bauplatz in Neukirchen

In Neukirchen soll durch eine Ergänzungssatzung ein weiterer Bauplatz in der Unteren Bergstraße geschaffen werden. Nach der Abwägung von Eingaben der Träger öffentlicher Belange und einer Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises wurden die Ausgleichsflächen vergrößert: Der Bauherr soll eine Streuobstwiese anlegen und eine weitere „Kompensationsfläche“ bereitstellen. Diese Auflagen sollen in einem städtebaulichen Vertrag mit ihm festgeschrieben werden.

Die Ausschüsse sprachen sich mehrheitlich für diese Lösung aus. Auch der Ortsbeirat stimme zu, berichtete Scheele. Er freue sich, dass ein Neukirchener Gewerbetreibender im Dorf bleiben wolle, sagte Frank Isken für die FDP. „Wir sollten ihm das Bauen ermöglichen.“ Bei einer Enthaltung fassten die Stadtverordneten den Satzungsbeschluss. (Dr. Karl Schilling)

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