Stadtverordnete bestätigen Waldwirtschaftsplan für 2019

Lichtenfelser Stadtwald: Das Jahr des Aufforstens

Kyrill 2007, Lichtenfels, Wald, Schäden
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Schäden: Noch immer sind nicht alle Flächen aufgeforstet, die Sturm Kyrill 2007 im Lichtenfelser Stadtwald verursacht hat – 2019 soll ganz im Zeichen der Pflege und Aufforstung stehen.

Lichtenfels. Im kommenden Jahr soll im Lichtenfelser Stadtwald in erster Linie aufgeforstet werden, Neukulturen werden angelegt, Bestände gepflegt.

Sturm Friedricke und lang anhaltende Trockenheit haben auch dem Lichtenfelser Stadtwald mächtig zugesetzt. Das wird berücksichtigt im Wald-Wirtschaftsplan 2019, der am Dienstagabend von den Lichtenfelser Stadtverordneten einstimmig beschieden wurde: Im kommenden Jahr soll in erster Linie aufgeforstet werden, Neukulturen werden angelegt, Bestände gepflegt und Flächen vorbereitet.

Fichte soll 2019 nicht geschlagen werden, da im auslaufenden Jahr durch den Sturm Friedericke nicht die geplanten 10 000 Festmeter, sondern rund 16 000 Festmeter Fichten auf den Markt gegeben werden mussten. „Die Preise für Fichte sind stark gesunken, wir schlagen im kommenden Jahr daher vornehmlich Laubholz“, erklärte Bürgermeister Uwe Steuber am Dienstag.

In das nächste Jahr geht die Stadt Lichtenfels mit 2,6 Stellen eigner Forstwirte und dem eigenen Revierleiter, Martin Wrosch. Hinter ihm steht das Unternehmen Hofos Oldershausen (wir berichteten ausführlich).

Dabei setzt der Revierleiter auch auf forstliche Förderung: Geplant sind die Aufforstung von drei Hektar Eiche, die mit 85 Prozent der Kosten bezuschusst werden. Eine 50-prozentige Förderung gibt es für die Pflege von rund 15 Hektar Jungbestand. Dafür – und für die schnelle Aufräumarbeit nach dem schweren Frühjahrssturm, das Nachholen von Kulturpflege und zahlreiche Neuanpflanzungen in aktuellen Jahr – erhielten Revierleiter und Forstwirte viel Lob von Eckhard Schnatz (CDU). Friedrich Sauer (Wählergemeinschaft Lichtenfels) sprach Dank aus. Dorli Rauch (B90/Grüne) erinnerte daran, den Wildverbiss deutlich verringern zu müssen.

Laut Etatentwurf 2019 soll der Lichtenfelser Stadtwald mit einem kleinen Plus von rund 36 000 Euro abschließen. Aus dem Verkauf von Buchenbrennholz sollen 40 000 Euro generiert werden. (md)

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