Lichtenfels: Kindergarten als Waldkindergarten 

Goddelsheimer Kinder lieben die Waldwoche

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Waldwoche: Jeden Vormittag verbringen rund 25 Mädchen und Jungen des Kindergartens Goddelsheim mit Leiterin Antje Raabe (hintere Reihe, Mitte) ihren Kolleginnen und Müttern im Wald. Revierförster Martin Wrosch unterstützt das Projekt 

Käfer suchen, Verstecken spielen, Hütten aus Ästen bauen, frei lernen – die Waldwoche macht es möglich. Rund 25 der insgesamt 58 Mädchen und Jungen, die den Goddelsheimer Kindergarten besuchen, verbringen diese Woche jeden Vormittag im Wald der Gemarkung.

„Eichhörnchenplatz“ haben sie die kleine Lichtung genannt, an der sie sich am liebsten aufhalten, um von dort aus das Leben im Wald zu entdecken. „Wir bieten die Waldwoche schon seit gut 20 Jahren an. Das Interesse ist immer groß, die Liste war auch dieses Mal schnell voll“, erklärt Kindergartenleiterin Antje Raabe.

Den Kinder macht die Zeit im Wald richtig Spaß, „toll“ ist die einhellige Meinung von Soe, Mateo und Lenja, die Spinnen und Mistkäfer gesucht oder Einhorn gespielt haben. Dabei haben sie auch im Wald Regeln zu befolgen, erklärt Antje Raabe. So dürfen sie sich nichts in den Mund stecken, müssen alles Wachsende stehen lassen und die Tiere, die sie zur Beobachtung in ihren Becherlupen fangen, wieder freilassen. Auch Müll werde eingesammelt und der Umgang mit dem Schnitzmesser gelehrt.

Gut für motorische Entwicklung

Das Spielen im Wald sei hervorragend für die motorische Entwicklung der Kinder, auch könnten sie sich dort problemlos über drei Stunden lang nur mit sich und ihrer Umgebung beschäftigen, würden es genießen, sich frei zu bewegen und einfach ihren Wünschen nachzugehen. Damit das alles mit 25 Kindern ab drei Jahren funktioniert, sind neben Erzieherinnen und Praktikantin auch zwei Mütter mit von der Partie.

Die Stadt Lichtenfels und der Forst unterstützen die Aktion, die der Kindergarten zweimal im Jahr durchführt. „Wir begrüßen das Projekt. Der Wald ist ja auch zur Erholung da und die Kinder werden für das Leben im Wald sensibilisiert. Je früher, desto besser“, betont Revierförster Martin Wrosch.

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