Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft

Münden Helau: Ein Feuerwerk der guten Laune

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Da springt der Funke über: Die Funkengarde Münden ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Viel Applaus bekam die Gruppe für ihre teilweise akrobatischen Darbietungen.

Mit der Prunksitzung in der Festhalle hat die fünfte Jahreszeit in der Karnevalshochburg Münden ihren Höhepunkt erreicht.

Seit November sind die Narren im Einsatz. Das neue Bühnenbild, dass nun – wie das alte – wieder 20 Jahre halten soll, wurde gezimmert, Termine festgelegt und vorbereitet, Kostüme genäht und repariert, Ideen für Büttenreden, Tanzeinlagen, Sketche und Schunkeleinlagen gesammelt. Der Einsatz der vielen freiwilligen Helfer musste geplant werden. Ein närrisches Leben kann auch anstrengend sein.

Die Truppe „Amazing Medebach“ mit rund 15 jungen Tänzerinnen bringt zum Auftakt des Abendprogramms den ausverkauften Saal in Schwung. Mit großem Beifall werden sie von der Bühne verabschiedet und gleichzeitig der „Protokoller“ Hendrik Brand empfangen. Seine Themen findet er in der Landkreis- und Stadtpolitik. Er erinnert an den Umgang des Landrats und der Minister mit dem Wilke-Wurst-Skandal, nimmt die Bürgermeisterwahlen und die Kandidaten in Lichtenfels aufs Korn, erzählt die Posse von der Abschaffung einer Spülmaschine für die Festhalle, von dem maroden Sportplatz und dem Sportlerheim.

Die Mündener können herzhaft über die Flops und Tops ihrer Politiker lachen. Bis kurz vor Beginn der Veranstaltung hat Hendrik Brand an seiner Büttenrede gearbeitet, die er gemeinsam mit Martin Jacobi erarbeitet hat. „Ich halte mich da an den Spruch meines Vaters: Gute Pferde springen knapp.“

Die folgenden Sketche werden mit vielen Filmeinspielern und Fotos unterstützt. Es gelingt dabei allen Beteiligten von den großen Themen wie Gesundheitsreform oder Klimawandel immer wieder den Bogen zum heimischen Münden zu spannen. Ein Konzept, das nicht nur die Aufmerksamkeit des Publikums sichert, sondern auch für viel Beifall sorgt. Die närrische Stimmung hat jetzt den Saal im Griff.

Mit dem Einmarsch der Funkengarde stehen dann endgültig alle im Saal und begleiten ‚ihre’ Mädchen mit Begeisterung zur Bühne. Die Funkengarde Münden ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Routine aber ist ihr Auftritt nicht. Viele Wochen haben sie geübt und tanzen am Samstag leicht und sicher wie die Profis über die Bühne.

Auf die lautstark geforderte Zugabe müssen die Zuschauer aber noch bis zum Ende der Sitzung warten. Der anschließend angekündigte Striptease entpuppt sich als originelles und amüsantes Schattenspiel, dem sich auch Prinz Hartmut I. von Suren nicht entziehen kann.

Eine gute Stunde mit Tanz, Show und Gesang, mit Cheerleadern, Piraten, der Showtanzgruppe der Garde, Kostümprämierung und der närrischen „Resteverwertung“ durch Friedrich Kraushaar macht den Narren den Abschied kurz vor Mitternacht auf und vor der Bühne schwer. Gut, dass man an der Bar mit Musik und bester Laune weiter feiern kann. VON BARBARA LIESE

Bildergalerie Karneval in Münden

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