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Mündener Feuerwehrhaus nach Brand stark beschädigt

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Von: Philipp Daum

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Das Feuerwehrhaus in Münden ist erheblich beschädigt. Auf dem Foto, das am Sonntagmittag, 1. Mai, aufgenommen wurde, ist links die komplett ausgebrannte Grillstation zu sehen. Rechts daneben steht das Feuerwehrhaus, das nicht mehr nutzbar ist.
Das Feuerwehrhaus in Münden ist erheblich beschädigt. Auf dem Foto, das am Sonntagmittag, 1. Mai, aufgenommen wurde, ist links die komplett ausgebrannte Grillstation zu sehen. Rechts daneben steht das Feuerwehrhaus, das nicht mehr nutzbar ist. © HPO-Media

Das Feuerwehrhaus in Münden ist in der Nacht von Samstag, 30. April, auf Sonntag, 1. Mai, durch einen Brand erheblich beschädigt worden. Verletzt wurde niemand.

Die Höhe des Schadens kann aktuell noch nicht beziffert werden, auch die Brandursache ist unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt derzeit in alle Richtungen und bittet um Hinweise unter der Telefonnummer: 05631/971-0

Zur Erinnerung: In dem Lichtenfelser Stadtteil hatte es im vergangenen Jahr mehrere Brände gegeben, bei denen Brandstiftung als Ursache vermutet worden war. Zuletzt war im Oktober 2021 eine Scheune in Münden den Flammen zum Opfer gefallen. Es war das bis dato siebte Feuer, das möglicherweise dieser Brandserie zuzuordnen ist.

Die Kriminalpolizei in Korbach und die Staatsanwaltschaft Kassel prüften daraufhin Anfang dieses Jahres, ob es zwischen einem weiteren Scheunen-Brand, der am 11. Januar 2022 im benachbarten Medebach geschah, und den Bränden in Münden einen Zusammenhang geben könnte. Ein Mann aus Waldeck-Frankenberg geriet hierbei ins Visier, bei ihm wurde – zumindest bezüglich eines Brandes in Münden – laut Staatsanwaltschaft ein „anfänglicher Tatverdacht bejaht“. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

Der Brand am vergangenen Wochenende war am Samstag gegen 23.15 Uhr an der zu diesem Zeitpunkt unbenutzten Grillstation, die an das Mündener Feuerwehrhaus angebaut ist, ausgebrochen. Wie ein Sprecher der Feuerwehr Lichtenfels auf Anfrage unserer Zeitung berichtete, habe es nur fünf bis zehn Minuten gedauert, bis die Flammen auf das Dach des Feuerwehrhauses übergegriffen waren.

Rund 75 Feuerwehrleute aus Münden, Neukirchen, Sachsenberg, Dalwigksthal, Rhadern und Medebach bekämpften das Feuer und hatten es schnell unter Kontrolle. Sie waren bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz. „Unsere Kameraden aus Medebach waren mit der Drehleiter vor Ort. Sie haben sofort damit begonnen, das Dach abzudecken, damit wir an die Glutnester kommen“, sagte der Feuerwehr-Sprecher. „Zum Einsatz gekommen sind hierbei auch Feuerhaken, mit denen die Dachziegel per Hand von der Dachkonstruktion gerissen wurden. Es waren zudem vier Trupps mit Atemschutz im Einsatz, um das Feuerwehrhaus zu retten.“

Das Gebäude wurde durch den Brand stark in Mitleidenschaft gezogen und ist momentan nicht mehr nutzbar. „Wir konnten aber das Feuerwehrfahrzeug und die Einsatzkleidung vor den Flammen bewahren. Alles ist derzeit bei einer Familie aus dem Ort untergestellt“, berichtete der Sprecher.

Das Feuerwehrhaus in Münden sollte dieses Jahr für 450 000 Euro erneuert werden, im Sommer sollte dafür das entsprechende Fördergeld fließen. „Über der Fahrzeughalle hatten wir zudem durch viel Eigenleistung einen wirklich schönen Gruppenraum geschaffen. Dieser ist natürlich jetzt nicht mehr nutzbar. Die Arbeit scheint umsonst gewesen zu sein, denn meiner Meinung nach kann man das Feuerwehrhaus jetzt nur noch abreißen“, sagte der Sprecher.

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