1. WLZ
  2. Waldeck
  3. Lichtenfels

Neuer Sachsenberger Pfarrer wird am Sonntag im Gottesdienst vorgestellt

Erstellt:

Kommentare

Pfarrer Reinald Richber ist noch von Umzugskartons umgeben, aber bald schon soll Ordnung im neuem Domizil in Sachsenberg herrschen.
Pfarrer Reinald Richber ist noch von Umzugskartons umgeben, aber bald schon soll Ordnung im neuem Domizil in Sachsenberg herrschen. © Kirchenkreis/pr

Über zwei Jahre hatte Sachsenberg keinen Pfarrer vor Ort. Doch jetzt ist die Stelle wieder neu besetzt:Reinald Richber (56), ist seit Oktober in der Gemeinde.

Lichtenfels-Sachsenberg – Der gebürtige Alsfelder wird am 6. November, 14 Uhr, offiziell in einem Gottesdienst in Sachsenberg vorgestellt. Jeder ist dazu herzlich eingeladen. Im Anschluss daran gibt es zur Begrüßung ein gemeinsames Kaffeetrinken im Bürgerhaus.

Die vergangenen 20 Jahre war Reinald Richber Pfarrer in Sachsen, zehn Jahre in Oelsnitz im Erzgebirgskreis, weitere zehn Jahre im mittelsächsischen Waldheim. „Das war eine schöne Zeit. Aber wenn ich jetzt hier mit dem Rad durch die Landschaft fahre, dann merke ich, wie sehr ich den Wald vermisst habe,“ sagt er. Zuviel Forst fiel in Sachsen dem Bergbau zum Opfer – umso schöner „jetzt wieder die waldreiche Landschaft zu genießen“.

Denn was Reinald Richber auf zwei Rädern bewerkstelligen kann, dass nimmt er auch so in Angriff. Kein Wunder also, dass er die erste Erkundungstour nach Lichtenfels mit dem Drahtesel unternahm – und nein, er ist nicht mit dem E-Bike unterwegs, sondern auf einem ganz normalen Tourenrad.

Herzlich aufgenommen worden

Herzlich sei er damals in Sachsenberg aufgenommen worden, als er, noch unbekannt, nach dem Schlüssel für die Kirche fragte. Die Freude der Ansprechpartnerin nahm zu, als er sich als potentieller Bewerber für das Pfarramt vorstellte, denn spätestens da witterten die Sachsenberger Erlösung nach der langen Zeit mit der vakanten Pfarrstelle.

Die Regularien waren schnell erledigt und seit Anfang Oktober nun ist Reinald Richber vor Ort. „So langsam habe ich auch alle Kirchenvorstände kennengelernt“, so der 56-Jährige

Warum ein Umzug ins Waldecker Land? „Die Eltern meiner Frau wohnen in Frankenau und wir wollten in der Nähe sein“, sagt er. Wohnen wird das Ehepaar allerdings nicht im Pfarrhaus: „Das ist zwar wunderschön, aber für mich und meine Frau mit seinen 350 Quadratmetern einfach viel zu groß. Und gerade in Zeiten wie diesen, kann so ein Gebäude kaum unterhalten, geschweige denn geheizt werden.“

Gitarre, Mundharmonika und Radfahren

Noch stehen in dem Einfamilienhaus am Sachsenberger Ortsrand Berge von Umzugskartons und auch seine Frau Anja erledigt noch die letzten Sachen in Waldheim, aber „spätestens in zwei Wochen wohnen wir komplett hier und freuen uns darauf.“

Drei erwachsene Söhne im Alter zwischen 18 und 29 Jahren hat der neue Sachsenberger Pfarrer. Einer ist verheiratet und wohnt mit seiner Frau in Marburg. Die beiden jüngeren bleiben vorerst in der alten Heimat.

Neben dem Radfahren hat Reinald Richber noch eine andere Leidenschaft: Googelt man den Theologen, so fällt auf, es gibt kaum ein Bild von dem Mann ohne Gitarre oder Mundharmonika.

Die Musik ist das Steckenpferd des Pfarrers: Er komponiert selbst, meist christliche Lieder und er spielt die Klampfe mit Hingabe und begleitet sich selbst gern dazu auf der Mundharmonika. Auf die Frage nach seiner Lieblingsband oder seinen Lieblingsmusiker antwortet er spontan: „Jethro Tull – die Musik hat mich sicher am meisten geprägt.“

Die Menschen in den Gemeinden in Sachsenberg, Neukirchen, Münden und Dalwigksthal jedenfalls können sich freuen. Mit Reinald Richber haben sie einen Pfarrer bekommen, der sicher die Herzen vieler, musikalisch und theologisch, berühren wird.  (red)

Auch interessant

Kommentare