Vorplatz des Dorfgemeinschaftshauses soll gepflastert werden 

Neukirchen: Praktische Gestaltung erwünscht

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Der Platz vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Neukirchen soll umgestaltet werden. Raum für Fahrzeuge und Feste stehen auf der Wunschliste von Ortsbeirat und Vereinen.  

Neukirchen -  Ortsbeirat und Vereinsvorstände von Neukirchen wünschen eine praktische Gestaltung für den Vorplatz des Dorfgemeinschaftshauses

Seitdem vor rund 15 Jahren die ehemalige Schule in Neukirchen zu einem Dorfgemeinschaftshaus mit Wohnungen umgebaut wurde, soll der derzeit grob asphaltierte Vorplatz ansprechender gestaltet werden. Wie er aussehen und Aufenthaltscharakter erhalten könnte, stellte ein Diplom-Ingenieur den Mitgliedern des Ortsbeirates und Vereinsvorständen vor. Die konkretisierten jedoch andere Vorstellungen.

Zu den Wünschen des Ortsbeirates gehörte unter anderem der Erhalt der zwei Kastanienbäume, eine Entsiegelung der Flächen, geordnetes Parken für Anwohner und Gäste, außerdem müsse die Zufahrt zum Feuerwehrhaus, das direkt neben dem DGH steht, frei bleiben.

Basierend darauf entstanden Pläne, die Diplom-Ingenieur Boris Perplies vom Ingenieurbüro Gröticke und Partner vergangene Woche vorstellte. Er schlug vor, durch Hecken die öffentlichen und privaten Flächen optisch voneinander zu trennen – und dem großen Platz auch durch etwas Grün in der Mitte und direkt vor dem DGH mehr Charme und Aufenthaltscharakter zu verleihen. Außerdem plädierte für eine farblich aufgelockerte Pflasterung.

"Aussehen optisch verbessern - wenig Pflegeaufwand"

Die abgesetzte Pflasterung der Fläche stieß auf Gegenliebe, die anderen Gestaltungsideen lehnte die Mehrheit der Anwesenden jedoch ab. „Der Platz soll optisch gut aussehen – aber ohne viel Pflegeaufwand“, sagte ein Zuhörer. „Was wollen wir? Platz für Parkplätze und unsere Feste – also im Grunde das, was bereits vorhanden ist, nur als gut gestaltete Fläche“, fasste ein anderer zusammen. Für die Feste werde freier Raum gebraucht, der Getränkewagen müsse Platz haben. Umrahmt werden könne der Platz mit Hecke – anstelle des jetzigen Jägerzauns. Ziel sei ein „sauberer Abschluss“ des Projekts DGH – und, „eine Realisierung nicht noch weiter hinauszuzögern“, sagte Ortsbeiratsmitglied Frank Isken.

Bürgermeister: "Für mehr Aufenthaltsqualität sorgen"

„Gestaltet Euch einen schönen Platz, an dem Ihr Euch treffen könnt. Plant nicht nur für die zwei Feste im Jahr. Ein Ort, der keine Aufenthaltsqualität hat, ist mehr als arm dran“, schlugen Bürgermeister Steuber und eine Zuhörerin zum Beispiel eine freundlich gestaltete Ecke mit einer kleinen Außenküche vor, „damit man ohne großes Aufhebens Treffen veranstalten, gemeinsam grillen oder Kaffeetrinken kann.“

Dazu könne der Platz hinter dem DGH dienen, wo es bereits entsprechende Infrastruktur gebe, sagten Diskussionsteilnehmer und schlugen stattdessen vor, neben dem Feuerwehrhaus eine Überdachung anzubringen, um bei schlechtem Wetter geschützt zu sein.

Auf dieser Grundlage soll das Ingenieurbüro nun verlässliche Planungen vorgeben und die Kosten ermitteln, inklusive Versorgungspunkte für Strom und Wasser. Ziel sei, das Projekt den politischen Gremien noch im laufenden Jahr zur Abstimmung vorzulegen: Im September sollen die neuen Pläne, die auf den Wünschen von Ortsbeirat und Vereinsvorständen basieren, zunächst dem Magistrat, dann den Stadtverordneten vorgelegt werden.

"Unendliche Geschichte"

Die Vorplatzgestaltung sei immer von Fördergeldern abhängig gemacht worden, erinnerte Bürgermeister Uwe Steuber, der zusammen mit Ortsvorsteher Richard Hast zu dem Treffen ins Dorfgemeinschaftshaus Neukirchen eingeladen hatte. Mit der Hessenkasse – ein Investitionsprogramm des Landes Hessen zur Förderung kommunaler Investitionen – kam die „fast unendliche Geschichte Vorplatzgestaltung“ wieder auf die Agenda. Der Lichtenfelser Bauamtsleiter stellte 2018 das nötige Kostenvolumen mit rund 150 000 Euro fest. Der Magistrat bewilligte 100 000 Euro und forderte Eigenleistungen ein, erinnerte der Rathauschef. (md)

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