Erste Ortsvorsteher-Dienstversammlung unter Regie von Henning Scheele

Plattform für regen Austausch in Lichtenfels

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Wahlversprechen eingehalten: Bürgermeister Henning Scheele hat zur ersten Ortsvorsteher-Dienstversammlung eingeladen, Ziel ist der Austausch untereinander und mit der Verwaltung.    

Mit der Einladung zur ersten Ortsvorsteher-Dienstversammlung  unter Regie von Bürgermeister Henning Scheele hat er sein Wahlversprechen gehalten.

Lichtenfels - Als Uwe Steuber noch Bürgermeister in Lichtenfels war, wurden jedes Jahr zwei Ortsvorsteher-Dienstversammlungen  abgehalten. Das will der neue Rathauschef in etwa beibehalten. Die erste unter seiner Regie fand am Donnerstag in der Mehrzweckhalle Goddelsheim statt. 

Wie weit sind die Pläne für den Umbau des Vorplatzes am Dorfgemeinschaftshaus in Neukirchen gediehen? Wann können die restlichen Frostschäden in Sachsenberger Asphaltdecken repariert werden? Wie sieht die Situation im Lichtenfelser Stadtwald aus, was kann gegen illegale Müllentsorgung und Hundehaufen getan werden? Viele Fragen hatten die Vertreterinnen und Vertreter der Lichtenfelser Ortsbeiräte bei der ersten Ortsvorsteher-Dienstversammlung, zu der Bürgermeister Henning Scheele eingeladen hatte.

Zwei Stunden Austausch

Damit hat der neue Rathauschef ein Versprechen eingehalten, dass er vergangenes Jahr im Wahlkampf gegeben hatte: Den Ortsbeiräten regelmäßig eine Plattform für den Austausch untereinander und mit der Verwaltung zu bieten.

Alle Ortsbeiräte hatten das Angebot angenommen für das dienstliche Treffen in lockerer Runde – soweit es mit den Abstands- und Hygieneregeln aufgrund der Corona-Epidemie locker sein kann. Neben Bürgermeister Henning Scheele standen Forstamtsleiter Martin Wrosch, Bauamtsleiter Thomas Krause und Bauhofchef Wilhelm Steuber Rede und Antwort, nahmen Fragen an, Anregungen auf, gaben Hintergrundinformationen.

Gut zwei Stunden dauerte der abendliche Austausch, den Scheele mit einem Dank begann an die Ortsvorsteherin und Ortsvorsteher „für die tatkräftige Unterstützung und das Engagement seit Beginn der Corona-Krise Anfang März, eine Struktur mit mehr als 100 Helfern für Notfälle aufzubauen“. Er sei froh darüber, dass Lichtenfels neben Diemelsee die einzige Kommune sei, „die bis jetzt noch keinen offiziellen Coronafall hat“.

Ortsteile

Für die Gestaltung des DHG-Vorplatzes in Neukirchen sei die Submission erfolgt, Aufträge werde der Magistrat demnächst vergeben, erklärte Bauamtsleiter Thomas Krause.

Die Frostschäden in den Sachsenberger Straßen würden nach und nach repariert, verwies Wilhelm Steuber vom Bauhof auf viele solcher Schäden in den Ortsteilen. Viele weitere anstehenden Arbeiten hätten Bauhof und Bauamt „auf der Liste“, versicherten er und Bauamtsleiter Krause.

Stadtwald

Gegen illegale Müllentsorgung solle nicht nur mit Schildern, sondern auch mit Information und vermehrter Aufmerksamkeit aller vorgegangen werden, bat Forstamtsleiter Martin Wrosch die Ortsbeiräte um Mithilfe. Von der Situation im Stadtwald malte er ein düsteres Bild: „Die Lage ist ernst, Trockenheit und Borkenkäfer hinterlassen massive Schäden.“ Der Absatz auf dem deutschen Markt sei tot. „Wir sind drei Leute, hätten aber Arbeit für zehn bis 15 Mann. Wir lassen einige Bestände stehen, denn eine Aufarbeitung lohnt nicht, wir legen nur drauf.“

Finanzen

Für die Finanzen der Stadt sei die Prognose durch die Auswirkungen der Corona-Krise negativ, „wir liegen bei einer Verschlechterung, die sich im sechsstelligen Bereich bewegt“, sagte der Rathauschef. Gleichsam seien auch 2021 Pflichtaufgaben zu erfüllen, nannte er etwa die Sanierung der Kläranlagen oder die Sicherung der Feuerlöschteiche – und bat die Ortsvorsteher, ihre Wünsche für den nächsten Haushalt einzureichen.

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