Kommunalwahl 2021 in der Stadt Lichtenfels (Hessen)

Rhadern: Walter Seibel seit 40 Jahren im Wahlhelfer-Team

Walter Seibel mit seiner ersten Einladung, als Wahlhelfer anzutreten. Sie wurde 1981 ausgestellt.
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Seit 32 Jahren Ortsvorsteher und Wahlvorsteher, seit 40 Jahren Wahlhelfer: Walter Seibel aus dem Lichtenfelser Stadtteil Rhadern.

Walter Seibel aus Rhadern ist der vermutlich dienstälteste Wahlhelfer in Lichtenfels. Seit 40 Jahren gehört er zum Wahlhelfer-Team, seit 32 Jahren als Wahlvorsteher.

Lichtenfels-Rhadern - Walter Seibel ist immer ganz vorne mit dabei, wenn es um ehrenamtlichen Einsatz in seinem Stadtteil Rhadern geht. Seit 40 Jahren ist er im Ortsbeirat aktiv, seit 32 steht er als Ortsvorsteher an der Spitze des Gremiums. Nun hat er sich nicht mehr zur Wahl gestellt. „Jetzt sollen Jüngere das Amt besetzen“, sagt er.  

Die aktuelle Kommunalwahl als Ortsvorsteher und damit als Wahlvorsteher zu begleiten, gehört zu seinen letzten offiziellen Aufgaben, die er gerne wahrnimmt. Seine erste Einladung als Wahlhelfer erhielt er im Februar 1981. 20 Jahre lang sei das Auszählen der Stimmen recht schnell erledigt gewesen. Seit 2001 ist es möglich zu panaschieren und zu kumulieren - also seine Stimmen an Bewerber verschiedener Wahlvorschläge zukommen zu lassen und einzelnen Bewerbern bis zu drei Stimmen zu geben. Seitdem dauere das Auszählen entsprechend länger.

In Rhadern hätten von den insgesamt 234 Wahlberechtigten (Ortsbeirat) 82 Frauen und Männer die Möglichkeit der Briefwahl genutzt, erklärt Walter Seibel. Davon kamen zwölf Wahlbriefe aus dem Seniorenheim. Dort seien insgesamt 73 Wahlberechtigte gemeldet.  

152 Wahlberechtigte hätten am Wahltag den Wahlraum in Dorfgemeinschaftshaus also noch persönlich aufsuchen, ihre Kreuzchen setzen - und ein Schwätzchen mit dem scheidenden Ortsvorsteher halten können, coronabedingt mit entsprechendem Abstand und nicht zu lange. Weil aber viele Bewohner des Seniorenheims nicht mehr wählen gehen würden, falle in Rhadern die Wahlbeteiligung immer etwas niedriger aus, erklärt der Ortsvorsteher.

Bürgermeister Henning Scheele hat am Wahlsonntag den Wahlhelferinnen und -helfern aller Stadtteile seine „Aufwartung gemacht“, wie er es ausdrückte. Er dankte ihnen für ihren ehrenamtlichen Dienst unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie. Von Marianne Dämmer

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