Wilde Schönheiten zu Rosen und Stauden

Sachsenberg: Karl-Heinz Schäfer mixt Natur mit Garten

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Natur und Garten: Im blühenden Reich von Karl-Heinz Schäfer in Sachsenberg vermischt sich alles zu einem gesunden Mix für die Insektenwelt.   

In seinem Garten in Sachsenberg gibt Karl-Heinz Schäfer Stauden und Rosen Platz - mindestens so viel Raum aber auch ihren wilden Schwestern. 

Sachsenberg – Der Kleine Storchschnabel säumt Rosensträucher, die Weiße Taubnessel gesellt sich neben blühenden Schnittlauch, blaue Kornblumen, die irgendwie von selbst ansässig wurden, lassen den orange blühenden Kalifornischen Mohn noch mehr zur Geltung kommen: Im Garten von Karl-Heinz Schäfer in Sachsenberg haben auch Rosen und gängige Gartenblumen Platz – doch fast ebenso viel Raum gibt er ihren wilden Schwestern.

Klein, aber oho: Auf den Kleinen Storchschnabel fliegen Bienen.

„Sie bieten Bienen und Wildbienen, Hummeln und anderen Insekten meist viel mehr Nahrung“, sagt der 68-jährige Sachsenberger: Also dürfen sie wachsen. Die Blüten der Weißen Taubnessel haben zum Beispiel sehr zuckerreichen Nektar, der bei Hummeln sehr begehrt ist. 

Während ihn die langrüsseligen Brummer ganz einfach von vorn erreichen, bedienen sich kurzrüsselige Hummeln einer Finte: Sie beißen die Blüten einfach unten an – und gelangen so auch an die Süßigkeit. Hinzu kommt, dass sie eine hübsche Nachbarin für Kräutern und Gartenstauden darstellt.

Ein nettes Paar: Schnittlauchblüte und Weiße Taubnesseln.

Gern angeflogen wird von Bienen der Kleine Storchschnabel, dessen feine Pfahlwurzeln bis 60 Zentimeter in die Erde reichen können und so auch kleine Trockenperioden leichter überstehen. Seine zierlichen, blau-violetten Blüten zeigen sich von Mai bis Oktober – damit übertrifft das zweijährige Geschöpf mit seiner Blühdauer viele Gartenstauden bei Weitem. 

Dann gesellen sich unter anderem noch Wiesenkerbel und Rainfarn dazu, die die Rosen umschmeicheln.

Apart im Anblick

Was andere herausreißen, weil es wild ist, lässt Karl-Heinz Schäfer in der Erde, weil es ökologisch sinnvoll ist – und dann auch noch apart aussehen kann. „Das ist für mich wichtig – das ist für mich Garten“, sagt er auch mit Blick auf das Insektensterben. 

Die Wildpflanzen lässt er so lange stehen, bis sie sich versamt haben, um sie zu erhalten. „Oft ist es einfach sinnvoller, auch mal nichts zu machen“, sagt er. (md)

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