Grundschule bietet AG für Mädchen und Jungen 

Sachsenberger Kinder gärtnern im Unterricht

+
Vorfreude aufs gemeinsame Gärtnern: Mädchen und Jungen der Grundschule Sachsenberg, freiwillige Helfer und E-Losten, Schulleiterin und Vorsitzende des Fördervereins engagieren sich in einer Beet-AG.   

Sachsenberg.  Mit Beginn des neuen Schuljahres wird den Sachsenberger Grundschülern viel Neues geboten: In verschiedenen Arbeitsgruppen dürfen sie   nach ihren Interessen lernen und vor allem „viel selbst machen“. Eine AG dreht sich rund um die beiden neuen Hochbeete, die an der Schule Platz gefunden haben.

Jeden Donnerstag in der 6. Stunde arbeiten derzeit zwölf Schülerinnen und Schüler daran, dass sie richtig befüllt werden.

Die Idee für die AG stammt von den Engagements-Lotsen der Stadt Lichtenfels. „Ursprünglich wollten wir einen Garten anlegen, aber das war dann doch zu aufwendig. Die Hochbeete sind machbar“, erklärt E-Lotse Gerwin Meinke, der die AG auch ehrenamtlich betreut. Zusammen mit weiteren Helfern wie Christiane Kober-Stiebig und Dominique Raaphorst kümmert er sich darum, dass die Kinder aussäen, anpflanzen, gießen, jäten und ernten lernen.

Garten und gesundes Essen

Die Ernte wird mit allen in der Grundschule geteilt. „Wir füllen schon seit Jahren gemeinsam jeden Morgen Körbe mit Obst und Gemüse in der Schule und essen es dann in der Frühstückspause. Jetzt kommt bald auch Gutes aus eigenem Anbau hinzu“, freut die kommissarische Schulleiterin Claudia Bartl sich und dankt den E-Lotsen und Ehrenamtlichen sowie dem Förderverein für das Engagement. „Das ist nicht selbstverständlich“, lobt Claudia Bartl.

Hochbeete und nötige Materialien hat der Förderverein angeschafft. Möglich wurde das, weil der Verein im vergangenen Dezember 1000 Euro beim Adventskalender der Sparkasse Waldeck-Frankenberg gewonnen hat, erklärt Vorsitzende Beate Conradi.

Der Herbst ist eine gute Zeit, um ein Hochbeet anzulegen, weil viel Schnittgut anfällt. Also gingen alle gleich ans Werk: Beim ersten gemeinsamen Einsatz mit Eltern wurden die Bausätze aufgebaut, die Innenwände mit Teichfolie ausgekleidet und die gesamte Grundfläche mit engmaschigem Hasendraht gegen Wühlmäuse versehen, erklärt Gerwin Meinke.

Derzeit befüllen die Kinder die Beete: Vier verschiedene Schichten sind nötig, „wobei das Material von unten nach oben immer feiner wird“, sagt Meinke. Auf eine rund 30 Zentimeter hohe Schicht aus Schnittholzabfällen wie dünnen Ästen und Zweigen kommt eine dünne Schicht umgedrehte Rasensoden, damit das Material, das darüber aufgeschichtet wird, nicht gleich durchrieselt. Darüber folgt eine 30 Zentimeter dicke Schicht aus Herbstlaub, gehäckseltem Strauchschnitt, zerkleinerten Pflanzenresten und halbreifen Kompost, ehe hochwertige Gartenerde und reifer Kompost die Befüllung abschließen.

Großer Wunsch: Erdbeeren

Beim Verrottungsprozess wird Wärme erzeugt; sie macht es möglich, dass auch recht späte und frühe Aussaaten im Beet meist gut gedeihen. So sind die Kinder guten Mutes, dass sie jetzt noch etwas säen und in Herbst und Winter erstmals ernten können: „Feldsalat ist auf jeden Fall noch möglich“, sagt Gerwin Meinke. Tessa und Paul wünschen sich im nächsten Jahr unbedingt noch „Tomaten, Erdbeeren und Gurken“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare