Schwalbenfreundliche Häuser

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Ausgezeichnet: Neben anderen Bürgern mit schwalbenfreundlichen Häusern wurden auch Margarete und Karl Stracke aus Immighausen ausgezeichnet.

Lichtenfels. Sieben Häuser hat der Naturschutzbund (NABU) mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet; die Hausbesitzer erhielten eine Urkunde und das neue „Vogelkundliche Heft Edertal für den Kreis Waldeck-Frankenberg“ als Geschenk der örtlichen NABU-Gruppe Lichtenfels.

Insgesamt 21 Rauchschwalbenpaare brüteten in diesem Sommer auf dem „Sonnenhof“ der Familie Stracke in Goddelsheim. Fast alle Brutpaare nutzten – wie schon seit etwa 40 Jahren – den ehemaligen Kuhstall, obwohl dort keine Milchkühe mehr leben, während der neue Offenstall nicht besiedelt wurde.

Seit vielen Jahren gewährt Heinrich Volke einem Rauchschwalbenpaar „Zuflucht“ im Lagerraum seines Dachdeckerbetriebes in Goddelsheim. Das in der Halle angebrachte Kunstnest wurde bisher zweimal zur Aufzucht der Jungen genutzt; mehrfach bauten die Vögel ein neues Nest, auch wenn noch ein intaktes aus dem Vorjahr vorhanden war. 

Im ehemaligen Hof „Finger“ in Immighausen, den Anja Thielen und Karsten Pohlmann erworben haben, brüteten in der Scheune ebenfalls erfolgreich drei Rauchschwalbenpaare. Jung- und Altvögel haben ihr Nestrevier am 12. August verlassen.

Eine weitere Auszeichnung in Immighausen gab es für den großen Bauernhof von Karl und Margarete Stracke. Schon vor rund 20 Jahren hatten sie sieben Doppelnester angebracht, die auch in diesem Jahr von 14 Mehlschwalbenpaaren genutzt wurden. Elf Paare der Mehlschwalben haben ebenfalls in diesem Jahr die Gebäude der Firma Böhle in Goddelsheim als Standort für ihre selbst gebauten Nester genutzt. Schon seit vielen Jahren nutzen die Schwalben diese Häuser im alten Ortskern und werden dabei von Ludwig Böhle bereitwillig geduldet.

Vor genau 45 Jahren wurden die ersten Kunstnester für Mehlschwalben aus Holzbeton auf dem Goddelsheimer „Aussiedlerhof“ von Reiner Kuhnhenne am Wohnhaus angebracht und bisher in jedem Jahr von dieser Vogelart genutzt.  

Werner Schröder, der bereits im Jahr 2011 mit einer Urkunde der NABU-Gruppe Lichtenfels ausgezeichnet worden ist, bekam nun ebenfalls die offizielle Urkunde und die Plakette für seinen Einsatz überreicht. An seinem Haus am südlichen Ortsrand von Goddelsheim „beherbergte“ er in diesem Jahr insgesamt 17 Mehlschwalbenpaare, 16 Paare nutzten dabei die vorhandenen Holzbetonkästen. Weitere Nisthilfen will er 2018 anbringen. (gk)

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