Antrag von SPD und FDP – Förderung möglich

Stadt Lichtenfels soll Klimaschutzmanager einstellen

Zu Hauf schwere Baumschäden durch Trockenheit und Borkenkäfer – auch der Lichtenfelser Stadtwald hat unter dem Klimawandel zu leiden.
+
Zu Hauf schwere Baumschäden durch Trockenheit und Borkenkäfer – auch der Lichtenfelser Stadtwald hat unter dem Klimawandel zu leiden. Ein Klimaschutzkonzept, erstellt durch einen Fachmanager, soll helfen, die Auswirkungen des Klimawandels eindämmen, wünschen sich die FDP- und die SPD-Fraktion aus Lichtenfels.

Die SPD- und die FDP-Fraktion im Lichtenfelser Stadtparlament haben einen Erweiterungsantrag zum bereits beantragten Klimaschutzkonzept beim Magistrat eingebracht. Darin fordern sie, zum Sommer 2021 eine befristete Vollzeitstelle auf Projektbasis für eine Klimaschutzmanagerin oder einen Klimaschutzmanager auszuschreiben und zu besetzen.

Lichtenfels – Eine interkommunale Zusammenarbeit, etwa mit Vöhl oder Medebach sei anzustreben, um Synergieeffekte zu nutzen und den Eigenanteil der Stadt zu begrenzen. Für den von der Stadt Lichtenfels zu tragenden Eigenanteil im Haushalt 2021 sollten die für Klimaschutz veranschlagten Mittel verwendet werden.

Bereits im September hatten die beiden Fraktionen gemeinsam beantragt, die Stadt Lichtenfels möge sich stärker für Maßnahmen einsetzen, die den Klimawandel eindämmen und dem Bündnis „Kommunaler Klimaschutz“ beitreten.

Da in der Verwaltung der Stadt Lichtenfels zurzeit die personellen Kapazitäten für die Erstellung und Umsetzung eines Konzepts nicht vorhanden seien, „erscheint es uns sinnvoll, eine Stelle für das Klimaschutzmanagement einzurichten und zu besetzen“, betonen Friedrich Schüttler (SPD) und Friedhelm Emde (FDP).

Finanzielle Unterstützung könne durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) erfolgen. Das habe seine Richtlinien zur Förderung kommunaler Klimaschutzaktivitäten grundlegend überarbeitet. Um konkrete Maßnahmen aus den Klimaschutzkonzepten zeitnah umzusetzen, seien Konzepterstellung und Klimaschutzmanagement zu einem Förderschwerpunkt zusammengefasst worden. Kommunen, die personell nicht in der Lage seien, in ihrer Verwaltung oder mithilfe eines externen Dienstleisters ein Klimaschutzkonzept erstellen zu lassen, könnten nun von Anfang an eine Förderung für einen Klimaschutzmanager beantragen.

Die tragen die Gesamtverantwortung für die Erstellung und Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes, koordinieren Verwaltungsabläufe wie Projektmanagement, Kalkulation und Förderanträge, arbeiten mit externen Akteuren zusammen, managen Prozesse und Projekte für die Vernetzung wichtiger Akteure, betreiben Öffentlichkeitsarbeit, übernehmen Aufgaben der Moderation, Sensibilisierung und Mobilisierung in der Bevölkerung und bringen konkrete Maßnahmen voran.

Das BMU unterstütze Kommunen mit Zuschüssen von bis zu 65 Prozent für einen Projektzeitraum von 24 Monaten. Zuwendungsfähig seien Sach- und Personalausgaben für den Klimaschutzmanager, Vergütungen für externe Dienstleister und in begrenztem Rahmen Ausgaben für professionelle Prozessunterstützung, Beteiligungsprozesse und Öffentlichkeitsarbeit. (red/md)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare