Fürstenberger Ortsbeirat führt seinen Weihnachtsbaum-Service vor der Haustür fort

Suche nach dem Richtigen

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Karl Mitze hat Unterstützung bei der Suche nach dem richtigen Christbaum: Malte, Nora, Sophia, Mads und Finn (v.l.) helfen ihm in Fürstenberg dabei.   

Fürstenberg. „Welcher Baum ist schöner? Der hier oder der andere?“, fragt Karl Mitze am Samstagnachmittag hinter dem Feuerwehrhaus in Fürstenberg. Dann setzt er noch mal einen kritischen Blick an – und der richtige ist gefunden. Dass der Fürstenberger direkt in seinem Heimatort einen Tannenbaum für das anstehende Christfest erstehen kann, hat er dem Ortsbeirat und Ortsvorsteher Herbert Knipp zu verdanken.

Der ist extra mit dem Bulli in den Hochsauerlandkreis gefahren, um dort bei dem Plantagen-Besitzer seines Vertrauens 40 Weihnachtsbäume zu holen. Vor allem Nordmanntannen sind gefragt. „Das hat sich bei uns so eingespielt – es gibt Familien in der Stadt, die das Angebot des Ortsbeirates immer wieder gerne annehmen“, sagt Herbert Knipp. Früher sei es möglich gewesen, den Christbaum rund um Fürstenberg zu schlagen, erinnert Knipp. Doch seit den Stürmen gehe das nicht mehr. Also wurde der Ortsbeirat aktiv. Seit rund acht Jahren bietet er den Baum-Service direkt vor der Haustür. Verkauft wird zum Selbstkostenpreis. Es ist kurz vor 15 Uhr und noch längst sind nicht alle Bäume von der Ladefläche genommen, da beginnt schon die Suche nach dem perfekten Christbaum für das Wohnzimmer. Väter sind mit Kindern, Männer mit ihren Frauen, Opas mit Enkeln in Autos mit Anhängern oder dem Traktor vorgefahren, und alle packen unkompliziert mit an. Schnell wechseln die ersten Bäume ihre Besitzer. Manche packen sich den Baum auch einfach unter den Arm, zahlen und marschieren nach Hause. Obwohl längst nicht mehr alle Familien zum Fest einen Christbaum aufstellen oder sie inzwischen auf künstliche Bäume setzen – nach wie vor kommt das Angebot des Fürstenberger Ortsbeirates gut an, sagt Ortsvorsteher Knipp. Die Leute wissen zu schätzen, dass der Baum direkt aus der Nachbarschaft kommt. Und solange das so ist, wird der Ortsbeirat an dem Service auch festhalten – jedes Jahr pünktlich zum dritten Advent.

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