Historische Kulisse und breites Angebot

Trotz Regens gute Stimmung bei Weihnachtsmarkt auf Burg Lichtenfels

Lichtenfels-Dalwigksthal. Meist eine nasse Angelegenheit war der Weihnachtsmarkt auf Burg Lichtenfels - doch Gäste wie Aussteller machten das Beste draus.

Hinter Puppen, Kissen und Figuren ist Franziska Jakobi auf den ersten Blick kaum zu sehen: So zugeräumt ist der kleine Stand auf Burg Lichtenfels. Alles, was die Immighäuserin und ihre Tochter Manuela Knipp sonst um den Stand drapiert hätten, mussten sie hineinräumen – der Weihnachtsmarkt hoch über Dalwigksthal war meist eine verregnete Angelegenheit.

Franziska Jakobi weiß aber, dass sie nicht umsonst gekommen ist: Leute kommen, plaudern, lachen über die mit Sprüchen verzierten Holzschilder. „Man soll das alles nicht so hektisch sehen – es ist ja Advent“, sagt sie. Stamm-aussteller des Weihnachtsmarktes sind sie ohnehin. Burgherr Tan Siekmann hat zum wiederholten Male eingeladen, der mittelalterliche Bau thront über den zahlreichen kleinen Holzbuden.

Entlang des Weges durch die Anlage stöbern die Besucher an Ständen, schauen sich Schmuck und Dekorationen an. Der Duft von Schepperlingen, gebratenem Wild und Gulaschsuppe liegt in der Luft, mit Glühwein, Kaffee oder heißer Schokoladenmilch wärmen die Gäste sich auf. Auch dass Ofenhändler Matthias Pelz einige Stücke zu Präsentationszwecken am Laufen hat, kommt manchen Gästen gerade recht – dem Zulauf an den meisten Ständen schadet das wetter, er beschwert sich nicht. Noch mehr Besucher verharren unter dem Torbogen, wo der Reddighäuser Norbert Kramer und die Sachsenbergerin Helga Valentin auf alten Eisen Waffeln backen.

Abseits des Weges gibt es in den Gebäuden der Burg manches zu entdecken: So etwa im Kunstpavillion, dessen Angebot von Krippen über Schmuck und Gartendeko bis zu individuell vor Ort gemalten Weihnachtskarten reicht. Wer anderswo in die Burg eintritt, entdeckt ein gut besuchtes Bistro, eine Sektbar oder den Stand des Vereins „Kitzretter“, der neue Mitglieder dafür gewinnen will, junge Rehe vor Mähdreschern zu retten – durchaus mit Erfolg, erklärt Zweite Vorsitzende Stefanie Walter aus Usseln. Regen Zulauf an Kindern hat der Frankenberger Imker Martin Funk: Er verkauft nicht nur alles rund um die Biene, sondern leitet Mädchen und Jungen auch beim Kerzenmachen an – die Arbeit erfordert viel Ruhe, doch er findet talentierte Helfer.

Am Sonntagnachmittag wird der Himmel heller; viele wagen sich unter den Dächern und Bögen hervor. Eigentlich hatten sie vorgehabt, von Sachsenberg aus zum Markt zu wandern, berichten Nico Valentin und Jan Ristau mit ihren heißen Getränken in der Hand. Das haben sie gelassen – doch den Markt selbst wollten sie nicht missen.

Eindrücke vom Weihnachtsmarkt auf Burg Lichtenfels

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