Rathausschlüssel an Nachfolger Henning Scheele überreicht

Uwe Steuber feierlich aus seinem Amt als Bürgermeister in Lichtenfels verabschiedet

+
Uwe Steuber wurde am Freitagabend feierlich aus dem Amt des Bürgermeisters in Lichtenfels verabschiedet. Unser Bild zeigt ihn zusammen mit seiner Frau Martina.

Nach 18 Jahren nahm Uwe Steuber am Freitagabend Abschied vom Amt des Bürgermeisters in Lichtenfels.

Lichtenfels –  Rund 200 Gäste hatten sich in der geschmückten Goddelsheimer Mehrzweckhalle eingefunden, um zurückzublicken, Steuber zu danken und zu loben – und schließlich auch eine neue Ära für ihn und Lichtenfels einzuläuten. 

Bürgermeisterkollegen aus dem Waldecker und Frankenberger Land sowie dem angrenzenden Medebach und Hallenberg, politische Wegbegleiter, Stadtverordnete und Magistratsmitglieder gehörten ebenso zu den Gästen wie Familie und Freunde, Ortsbeiräte und Mitarbeiter aus Rathaus, Bauhof und Stadtwald. Unter anderem Vertreter des Landkreises, der Kirche, des Handwerks, aus Forst, Vereinen, Freiwilligen Feuerwehren und der Partnerstadt Bad Berka, aus Tourismus und Kellerwaldverein kamen zusammen.

 „Du hast viel bewegt und auf den Weg gebracht – durch persönliche Vorsprache in Wiesbaden manchmal auch aussichtslos erscheinende Projekte verwirklicht“, dankte Erster Stadtrat Alf Höfer, der durchs Programm führte. „Du hast Dich um Lichtenfels verdient gemacht“, sagte er, ehe er die Urkunde über die Versetzung in den Ruhestand an Steuber überreichte. 

"Beruf als Berufung verstanden"

Steuber habe das Amt des Bürgermeisters als Berufung verstanden, Verlässlichkeit und Demokratie in die Gesellschaft getragen, betonte Karl-Friedrich Frese, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Durch seine kritisch-konstruktive Art habe er Spuren in Lichtenfels hinterlassen. 

Für die Kreisversammlung der Bürgermeister des Hessischen Städte- und Gemeindebundes lobte der Battenberger Bürgermeister, Christian Klein, den scheidenden Kollegen als „guten, immer präsenten Ratgeber.“ Für 400 Kommunen in Hessen überbrachte der Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, Harald Semler, Dank und Anerkennung. Steuber habe dem Präsidium seit 2006 angehört, sein Handeln sei von Sach- und Fachverstand geprägt gewesen. Er überbrachte auch Grüße der „Parteiunabhängigen Bürgermeister“, denen Steuber angehörte. Er habe als Netzwerker überzeugt. 

Uwe Steuber habe früh den Regelungsbedarf im Waldmanagement erkannt und den Lichtenfelser Stadtwald – mit rund 200 Hektar ist die Stadt eine der größten Waldbesitzerinnen in Deutschland – für den Benchmarkingkreis geöffnet, um verlässliche Zahlen zu erhalten, lobte Michael von der Tann, Präsident des Hessischen Waldbesitzerverbandes. Die Entscheidungen für eine eigenständige Wald- und eine neue Jagdbewirtschaftung seien nicht leicht gewesen. „Sie bringen Schneid und Sachverstand mit“, betonte er. „Viele Maßnahmen werden uns an sein Wirken erinnern“, würdigte Walter Seibel im Namen aller Lichtenfelser Ortsvorsteher Uwe Steuber als „Persönlichkeit, die das Leben in Lichtenfels aktiv geprägt hat“. 

"Visionäre Ideen"

Uwe Steuber habe dazu beigetragen, dass Kindergärten, Jugendarbeit und Kirchengemeinden gut aufgestellt wurden, dankten die Pfarrer Friedemann Graß, Burkhard Uffelmann und Klaus Nobiling für „visionäre Ideen“ und gute Zusammenarbeit. 

Dankesworte überbrachten außerdem David Martini für die Freiwilligen Feuerwehren, die ihm seinen Einsatzhelm schenkten, Steubers Nachfolger Henning Scheele sowie Michael Wagener, Vorsitzender des Personalrates der Lichtenfelser Stadtverwaltung. Weitere Grüße überbrachten Michael Jahn, Bürgermeister der Partnerstadt Bad Berka, Fritz Schäfer von der Partnerfeuerwehr Tannroda und der Sachsenberger Ortsvorsteher Kurt Lechky. Pianist Torben Schott und der MGV „Liedertafel 1878“ Goddelsheim unter Leitung von Holger Born sorgten für eine würdige musikalische Umrahmung der Verabschiedung. Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt und Familie Ziegler sorgten für die Bewirtung.

„Übergebe ein ordentliches Feld“ 

Und zum Schluss? Da dankte Uwe Steuber – seiner Familie, vor allem seiner Frau Martina „für die Unterstützung in all den Jahren.“ Seinen Freunden für Ratschläge und mahnende Worte, der Mannschaft im Lichtenfelser Rathaus, Bauhof und Stadtwald, allen voran seiner Sekretärin Sabine Kesting. Magistrat und Stadtverordnete lobte er für konstruktive Sitzungen – „die Lichtenfelser Verhältnisse eben“. 

Vieles hätten sie gemeinsam auf den Weg gebracht – Dorferneuerungen in Münden und Goddelsheim, Kanal- und Straßenbau, ein wegweisendes Kindergartenkonzept, die Einrichtung der betreuten Grundschulen in Sachsenberg und Goddelsheim, neue Baugebiete, die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung, das Gemeindezentrum durch Zusammenarbeit von Stadt, Vereinen und Kirche – und fast alles hätten sie mit Zuschüssen erreicht. 

Auch wenn die neue Waldbewirtschaftung und das geänderte Jagdkonzept viel Kraft und Zeit gekostet hätten, „der richtige Weg ist nun eingeschlagen“, betonte er: „Ich übergebe diesbezüglich ein ordentliches Feld.“ Sein Dank galt unter anderem auch Feuerwehren, Ortsbeiräten, Vereinen, Kellerwaldverein, Edersee Touristic und Naturparkverwaldung, Bürgermeisterkollegen und Landkreis, Handwerkern und Unternehmen. (md)

Fotostrecke Verabschiedung  Bürgermeister Uwe Steuber

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare