Erstmals gab Hauptmann Thomas Oberlies beim Festzug die Kommandos

Viel Sonnenschein beim Igelfest in Fürstenberg

Marschierten vorweg: (von links) Die Igelträger Leon Rohde, Sophia Mitze und Finn Hasecke mit dem ausgestopften Stacheltier.

Fürstenberg. Auch in diesem Jahr haben die Fürstenberger keinen lebendigen Igel für ihr Igelfest gefunden, doch dafür schien die Sonne am Festwochenende ausgiebig. Die Tradition des Igelfestes ist weit über 700 Jahre alt, das Fest findet immer am Wochenende vor Pfingsten statt.

Eingeläutet wurde das Igelfest mit einem Discoabend am Samstag. Am Sonntag formierten sich die Festzugteilnehmer am Park, wo sie sich zu den Marschklängen des Musikvereins Neukirchen in Bewegung setzten. Vorneweg marschierten die Igelträger Leon Rohde, Sophia Mitze und Finn Hasecke, die das ausgestopfte Stacheltier, geschmückt mit einer goldenen Kette, den Zuschauern präsentierten. Es marschierten auch Schützenverein, Ortsbeirat, Igelburschen, Kindergartenkinder, örtliche Vereine und zahlreiche Bewohner mit.

Auf dem Weg zur Igelstadthalle wurden an verschiedenen Stationen Fahnen abgeholt, an der Alten Schule kam die Stadtfahne hinzu, die von Yannik Hadewig, Peer Ehringhausen und David Buckert getragen wurde. Uwe Murawski, der den Wanderpokal der Ehrengarde gewonnen hatte, durfte im Festzug die Fahne der Ehrengarde tragen. Stellvertretender Ortsvorsteher Anton Buckert begrüßte die Besucher: „Die Stadtfahne wurde soeben gehisst und damit unser Igelfest feierlich eröffnet.“

Erstmals gab Hauptmann Thomas Oberlies beim Festzug die Kommandos und verlas am Fenster der Alten Schule die Igelsage. Er bedankte sich bei seinem Vater Helmut Oberlies und Hubert Windolph, die Igelfest und Ehrengarde über viele Jahre angeführt hatten. Mit der Nachfolge müssten er und Stellvertreter Till Buckert große Fußstapfen ausfüllen. „Es ist toll, dass eine kleine Stadt wie Fürstenberg dieses Fest seit Jahrhunderten immer wieder auf die Beine stellt“, sagte er.

Hartmut Friedewald von der Ehrengarde reichte den obligatorischen Igelschluck aus einem Silberbecher, den Friedrich von Waldeck im Jahre 1790 gestiftet hatte. Den edlen Tropfen kosteten neben Landtagsabgeordneter Claudia Ravensburg auch Ortsvorsteher Arno Huhn und Hauptmann Thomas Oberlies. Im Anschluss marschierte der Festzug zur Igelstadthalle, wo ein Wunschkonzert des Musikvereins Neukirchen und Mittagessen auf dem Programm stand. Nachmittags gab es Kaffee und Kuchen, gefolgt vom Hüteschießen. (nz)

Bildergalerie: Igelfest in Fürstenberg 2018

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