Ministerpräsident zu Wahlkampfauftritt in Goddelsheim

Volker Bouffier in Lichtenfels: "Wir müssen Orientierung bieten"

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Wahlkampftour in Lichtenfels: Im Gespräch mit Ministerpräsident Volker Bouffier und seiner Frau Ursula (links) moderierte Caroline Bosbach (Mitte).

Goddelsheim. Es ging um Privates, aber auch um Politik. Schließlich ist am 28. Oktober Landtagswahl in Hessen. Deshalb war Ministerpräsident Volker Bouffier am Dienstag zu einem Wahlkampfauftritt in der Goddelsheimer Mehrzweckhalle.

Das Land Hessen stehe so gut da wie nie zuvor. Das sei Resultat der christdemokratischen Politik, sagte Bouffier bei der Veranstaltung, die von Caroline Bosbach, der Tochter des CDU-Politikers Wolfgang Bosbach, moderiert wurde. 

„Wir haben die Chance gehabt, das Land politisch zu gestalten. Wir haben eine sehr erfolgreiche Politik gemacht und wollen darauf aufbauen“, warb der Christdemokrat vor rund 170 Zuhörern um Vertrauen auch für die nächsten fünf Jahre – mit Verweis auf die Errungenschaften der vergangenen Legislaturperiode: Hessen habe das höchste Bruttosozialprodukt aller Länder, so viele sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze wie nie, die durchschnittlich höchsten Löhne in ganz Deutschland, deutschlandweit die höchsten Ausgaben in Bildung, zählte er auf.

„Das Land ist stark wie nie zuvor, und das soll auch so bleiben“, betonte er. „Das sind Qualitätsmerkmale unserer Politik. Reden Sie darüber, was uns ausmacht“, rief er den Zuhörern zu. Auf die Frage, was in der Wahl entscheidend sein werde, sagte Bouffier: „Wir müssen den Menschen Orientierung bieten, Verunsicherung beseitigen.“

Er versicherte, dass innere Sicherheit ein Kernstück der christdemokratischen Politik bleibe: Die Kriminalitätsrate sei deutlich gesunken, die Aufklärungsquote gestiegen, der Verfassungsschutz ausgebaut. Wer Rettungskräfte, Polizei oder Feuerwehr angreife, sei kriminell. Bouffier: „Das muss hart bestraft werden.“

Hessen investiere unter CDU-Führung in die Zukunft, lasse 800 Millionen Euro in Busse und Bahnen fließen, 50 Millionen in den Ausbau der digitalen Infrastruktur – und habe seit 2016 umgesetzt, was erst für 2020 geplant sei: „Wir machen keine neuen Schulden.“

Mit Blick auf Immigration betonte Bouffier, viele der Flüchtlinge hätten ihren Weg bereits in reguläre Schulen und Ausbildungsplätze geschafft, dankte er den Lehrern für ihren Einsatz. Damit Deutschland eine Gemeinschaft bleibe, müsse man mit den Deutschen leben, nicht neben ihnen oder gegen sie.

Auf die Frage aus dem Publikum, wie die CDU sich für die Landwirtschaft einsetze, die „Buhmänner der Nation“, antwortete Bouffier: „Nennen Sie sich nicht so, reden Sie mit Stolz über ihre Bedeutung“, versicherte er Unterstützung in jeder möglichen Form.

Zuvor hatten die CDU-Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg (Wahlkreis 6) und Armin Schwarz (Wahlkreis 5) ihre Positionen dargelegt.

Insgesamt kandidieren in beiden Wahlkreisen in Waldeck-Frankenberg 14 Kandidaten für den Hessischen Landtag. Über unseren Partner abgeordetenwatch.de können Sie Ihren Kandidaten direkt Fragen stellen: 

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