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Wahlkampf in Lichtenfels: Henning Scheele lädt zu Bürgergesprächen ein

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Für Lichtenfels – erfahren, engagiert, kompetent: Unter diesem Motto tritt Henning Scheele als Bürgermeisterkandidat in Lichtenfels an.   

Lichtenfels – Wenige Tage bis zur Bürgermeisterwahl in Lichtenfels. Bis zur letzten Minute sind alle drei Kandidaten unterwegs und werben für sich. Wir haben Henning Scheele begleitet.

Ortsbegehungen, Bürgergespräche, Haustürwahlkampf – Henning Scheele ist viel unterwegs derzeit, um sich vorzustellen, alle Lichtenfelser Ortsteile und seine Bürger besser kennenzulernen. An diesem Tag trifft er sich in Sachsenberg unter anderem mit Mitgliedern des Ortsbeirates, um bei einem Ortsbegang zu sehen, „was gemacht wurde, was derzeit dran und in Zukunft wichtig ist“, erklärt er bei der Begrüßung. Vize-Ortsvorsteher Gerd Dewender führt und informiert.

Vom Bürgerhaus geht’s zum Marktplatz, wo Henning Scheele das Gespräch mit dem Anwohner sucht, der den Platz im Sommer mit Pflanzen ehrenamtlich umgestaltet hat. Auf der Strecke durch die Stadt werden Kindergartenanbau und Schulstandort thematisiert, Knöchelhalle, Gewerbegebiete, Internet, Direktvermarktung Schottischer Hochlandrinder. Auf dem Friedhof bemängeln Sachsenberger, dass die Pflege der großen Rasenfläche zu aufwendig sei. „Was würden Sie von einer Blühwiese halten?“, fragt Scheele. Die würde Kosten und Aufwand deutlich senken.

Wann immer Henning Scheele Passanten trifft, geht er auf sie zu, stellt sich vor und lädt zum Bürgergespräch ein, das später im Bürgerhaus stattfindet. Dort kommen am Abend auch rund 50 Bürgerinnen und Bürger von jung bis alt zusammen, um ihm zuzuhören – und Fragen zu stellen. „Von klein auf bin ich in Vereinen groß geworden. Es wäre mir auch als Bürgermeister wichtig, die Vereine zu unterstützen“, betont Scheele, der die Twistetaler Handballerinnen mittrainiert – und kommt vom Teamplay auf Sachpolitik: Er begleite seit 15 Jahren die Frankenberger Stadtpolitik. „Wir streiten uns mal im Detail, aber man muss sich an der Sache orientieren, schließlich versuchen ja alle, die beste Lösung zu finden. Ich bin CDU-Mitglied, trete aber parteiübergreifend an und habe die Region im Auge“, sagt er. Das wird deutlich, als er auf die Frage „Und wie steht es mit Straßenbeiträgen?“ nicht ganz CDU-konform antwortet: „Das Land Hessen hat die Verantwortung auf die Kommunen abgeschoben. Es muss jetzt nachlegen und uns auch mit Investitionspauschalen ausstatten“, fordert er. Solange das nicht geschehe, sollte nicht investiert werden.

"Zukunftsfähigkeit der Stadt gemeinsam voranbringen"

Er sei bürgernah, würde gern regelmäßig zu Bürgerdialogen einladen“, sagt Scheele. „Ich bin aber auch unternehmernah. 40 Prozent des Etats fließen über Steuereinnahmen in die Stadtkasse“, betont er, einen Gewerbeverein gründen zu wollen. „Die Zukunftsfähigkeit der Stadt kann nur gemeinsam vorangebracht werden, nur, wenn alle Gewerbetreibende miteinander netzwerken“. Das Rathaus könne eine Plattform dafür bieten – „das ist Aufgabe des Bürgermeisters als Netzwerker“, sagt Scheele. Auch ein Leerstands- und Baugebiete-Management sollte geführt werden.

Außerdem könnte er sich vorstellen, „dass sich Lichtenfels zu einer autarken Klimakommune entwickelt, auch mit dem Ziel, Erträge für den Haushalt zu generieren. Wir haben Sonne, Holz, Bioenergie und kompetente Firmen, die eingebunden werden könnten.“ In einen Gesamtplan müsste die Bevölkerung frühzeitig eingebunden werden, „um gemeinsam zu einem guten Ziel zu kommen“.

Insgesamt bewerben sich drei Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters in Lichtenfels. Auch Kandidatin Sina Best und Kandidat Axel Jakobi haben wir beim Wahlkampf begleitet.

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