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Wahlkampf in Lichtenfels:  Axel Jakobi lädt zu Themenabenden ein

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„Menschlich, bürgernah und offen. Für Lichtenfels“: Unter diesem Motto tritt Axel Jakobi als Bürgermeisterkandidat in Lichtenfels an.

Wenige Tage bis zur Bürgermeisterwahl in Lichtenfels. Bis zur letzten Minute sind alle drei Kandidaten unterwegs und werben für sich. Wir haben Axel Jakobi begleitet.

Gezielte Gespräche mit Gewerbetreibenden, Handwerkern, Landwirten, bei Hausbesuchen – Axel Jakobi sagt: „Ich mache eine andere Art von Wahlkampf“. Nachdem er im Frühjahr seinen Hut in den Ring geworfen hat, beginnt er, Gespräche mit Praktikern und Experten zu führen, um gezielt Lösungen für Probleme zu finden. „Wir haben so viel Kompetenz in Lichtenfels“, betont er.

Derzeit, in der heißen Phase des Wahlkampfes, lädt er zu Themenabenden ein – von Kinderbetreuung in Fürstenberg bis zur Platzgestaltung in Neukirchen. An diesem Abend steht „Wasser in Lichtenfels“ in der Mehrzweckhalle Goddelsheim auf der Agenda. Rund 60 Interessierte sind gekommen, um mehr zu erfahren. Als Experten hat er Stefan Schaller, den Geschäftsführer der Energie Waldeck-Frankenberg GmbH, hinzugebeten.

Aufgrund seiner Netzwerkarbeit habe er gewusst, dass das Thema aktuell sei, sagt er mit Verweis darauf, dass die Ministerinnen Svenja Schulze und Julia Klöckner wegen zu hoher Nitratwerte im Wasser nach Brüssel zum Rapport bestellt wurden. Er werde die Lichtenfelser auch „als zukünftiger Bürgermeister im Vorfeld informieren. Ich will sehr bürgernah sein, regelmäßig Sprechstunden halten“, sagt er. In seinem Beamer-Vortrag arbeitet er heraus, dass „wir in Deutschland gutes Trinkwasser haben, es ist das am besten kontrollierte Lebensmittel.“ 

In Lichtenfels lägen die Nitratwerte weit unter dem Grenzwert, erreicht durch Kooperation mit den Landwirten. „Das zeigt, dass nur miteinander Gutes zu schaffen ist“, betont Axel Jakobi. „Das haben wir alles schon geschafft, 4330 Bürger – da können Sie stolz sein, das ist Ihr Zutun“, adressiert er an die Zuhörer. Was kann der Einzelne zu sauberem Wasser im Haus beitragen? „Schmutzfilter regelmäßig austauschen, Perlatoren reinigen. Das ist Ihre Aufgabe, bitte dran halten“, betont Jakobi, von Beruf Hygieneinspektor. Die Nitratwerte seien gut, „solange wir aus der Mitte schöpfen können. Doch wir müssen dafür sorgen, dass es langfristig auch so bleibt“, führt Stefan Schaller später aus.

"Das kriegen wir hin"

„Wir haben große Herausforderungen: Wald, Wasser Straßen“, sagt Axel Jakobi. Die Kläranlagen mit einer 4. Reinigungsstufe zu versehen, verursache Kosten. „Wir müssen eine Lösung finden, wie wir das ohne Fördermittel finanzieren können. Das kriegen wir hin“, sagt Jakobi.

Zwischendurch nutzt er die Gelegenheit, sich vorzustellen, sein Können unter Beweis zu stellen, zu vermitteln. Als das Thema Gülletourismus aufkommt, erzählt ein Fürstenberger Landwirt auf Bitten von Jakobi aus der Praxis, wofür er Applaus erhält. „Genau das will ich auch als Bürgermeister erreichen: Mit Kommunikation und Information Falschinformationen gleich im Keim ersticken, schnelle Lösungen finden“, unterstreicht er.

Auch für die Aufforstung des Stadtwaldes sieht er die „einfachste und schnellste Lösung“ im Bürger-Engagement, etwa unter dem Slogan „Lichtenfelser retten den Wald“: „Ziehen 500 Bürger je 20 Bäume in ihrem Garten auf, haben wir 10 000 Bäume, mit denen wir anfangen können, aufzuforsten“. Möglich seien Baumpatenschaften, auch durch Vereine, „das habe ich schon geklärt.“ 

Insgesamt bewerben sich drei Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters in Lichtenfels. Auch Kandidatin Sina Best und Kandidat Henning Scheele haben wir beim Wahlkampf begleitet. 

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