In Gedanken beieinander sein

Stimmungsvolle Aktion zum Jahreswechsel in der Nikolaus-Kirche Sachsenhausen

Kamen gemeinsam zur Sachsenhäuser Kirche, um symbolisch die Sorgen des Corona-Jahres dem Feuer zu übergeben: Julian Bressler und Silvia Wagener-Klotz vom Kirchenbeirat.
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Kamen gemeinsam zur Sachsenhäuser Kirche, um symbolisch die Sorgen des Corona-Jahres dem Feuer zu übergeben: Julian Bressler und Silvia Wagener-Klotz vom Kirchenbeirat.

Mit Fantasie und Zuversicht begegnet der Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde Sachsenhausen den Kontaktbeschränkungen der Pandemie.

Sachsenhausen - Von 14 bis 18 Uhr hatte er am Silvesternachmittag zu einer speziellen Gemeinschaftsaktin, wenn auch auf Abstand. Vor dem Haupteingang der Sankt Nikolaus-Kirche loderten in einer Feuerschale die Flammen. Die Gäste, die nach und nach einzeln eintrafen und in ihren Familiengruppen in die Kirche gingen, legten Scheite hinein, um die Sorgen des ausgehenden Jahres symbolisch in Wärme aufgehen zu lassen. Im Inneren warteten Mitglieder des Kirchenvorstands mit Ballons, die sie mit Gas befüllten. Im Chorraum wurden sie von den Besucherinnen und Besuchern aller Generationen frei gelassen als Zeichen der Hoffnung fürs neue Jahr und um sich an der Decke über dem Altar zu einer farbigen Traube zusammen zu finden.

Alle, die daran teilnahmen, einte dasselbe Gefühl. „Am meisten vermissen wir in dieser Pandemie den Kontakt zu unseren Freunden und das Leben in unseren Vereinen“, sagt Anke Götte, die mit ihrem Mann, ihren Kindern und ihren Eltern diesen Moment der Hoffnung dankbar annahmen.

Draußen an der Feuerschale bedauert auch Julian Bressler, „dass wir Jugendlichen auf die Treffen mit unseren Freunden verzichten müssen und dass uns viele Erfahrungen durch die Pandemie entgehen.“ Kopf in den Sand zu stecken, gilt aber auch für ihn nicht, sondern den Blick nach vorne zu richten, dass 2021 wieder mehr Gemeinschaftserlebnisse möglich werden.

Der Kirchenvorstand schuf ein nachhaltiges, denn nach dem Besuch vor und in der Nikolaus-Kirche bekamen die Besucherinnen und Besucher einen Piccolo mit auf den Weg nach Hause, eine Wunderkerze und einen schriftlichen Gruß mit der Jahreslosung für 2021 „Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist.“

Alle waren eingeladen, um 0 Uhr die Kerze am offenen Fenster anzuzünden, den Glocken der Nikolauskirche zu lauschen und in Gedanken beieinander zu sein. (Matthias Schuldt)

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