Gute Leistung durch motivierte Mitarbeiter

100 Jahre Malerbetrieb Göbel: Top-Arbeitgeber setzt auf solide Ausbildung

Die Mitarbeiter der Firma Göbel im 100. Jubiläumsjahr: In dem Familienbetrieb fühlen sich alle wie eine große Familie.
+
Die Mitarbeiter der Firma Göbel im 100. Jubiläumsjahr: In dem Familienbetrieb fühlen sich alle wie eine große Familie.

Das familiengeführte Unternehmen blickt auf eine lange Tradition zurück. Mittlerweile beschäftigt Göbel rund 40 Mitarbeiter und ist eine Top-Adresse in Sachen Ausbildung.

Als Malermeister Karl Göbel am 1. März 1920 sein Malergeschäft in Elleringhausen gründete, hätte er sich wohl kaum träumen lassen, dass seine Nachkommen 100 Jahre später das Fortbestehen des Unternehmens feiern würden. Was damals mit einem Mann, einem Eimer und einem Pinsel begann, ist heute ein moderner Handwerksbetrieb mit mehr als 40 Mitarbeitern. Kurz nach der Gründung des Unternehmens, am 28. November 1920, heiratete er Marie Seibel. Ihr erster Sohn, Heinrich Göbel, kam am 1. Juni 1921 zur Welt.

Karl Göbel, Gründer des Malerbetriebes Göbel in Elleringhausen, auf einem Baugerüst.

Drei Jahre lang arbeitete Karl Göbel als Ein-Mann-Unternehmer, bis er 1924 seinen ersten Lehrling einstellte: Ludwig Schieferdecker verbrachte sein gesamtes Arbeitsleben bei Maler Göbel und beteiligte sich auch am Bau der Werkstatt, die 1926 fertiggestellt wurde. Zu Beginn der 30er Jahre wuchs das Unternehmen: Karl Göbel beschäftigte einen Lehrling und drei bis vier Gesellen. 1935 trat sein Sohn Heinrich Göbel als Lehrling ins elterliche Unternehmen ein und legte 1938 die Gesellenprüfung ab. 

1948 heiratete Heinrich seine langjährige Freundin Emmy Wincheringer, mit der er in den folgenden Jahren vier Kinder hatte. Der älteste Sohn Karl-Heinz, geboren am 31. März 1951, sollte später den Malerbetrieb übernehmen. Als Karl-Heinz Göbel begann, im Malerbetrieb seines Vaters mitzuarbeiten, war vieles anders. So anders, dass es jungen Menschen heutzutage wie eine andere Welt vorkommen mag. Als Geselle erhielt er seinen ersten Lohn: 3,20 DMark pro Stunde. „Damit ging es uns damals richtig gut“, erinnert er sich heute. 

Zur Baustelle ist er meist gelaufen oder mit dem Fahrrad gefahren, denn eine Fahrzeugflotte, wie der Malerbetrieb sie heute hat, gab es nicht. Auch fertig vorgemischte Farben, wie man sie heute in jedem Baumarkt kaufen kann, waren in den 1960er und frühen 70er Jahren keinesfalls die Regel: „Als ich in der Lehre war, haben wir noch immer etwa die Hälfte der Farben, die wir verarbeiteten, selbst gemischt: Aus Leim und Pigmenten“, erzählt Karl-Heinz Göbel. 

Die Deutsche Wiedervereinigung brachte nach den mageren 80er Jahren einen Aufschwung, den das Baugewerbe dringend nötig hatte. Göbel fuhr zusammen mit seiner mittlerweile zehnköpfigen Mannschaft oft für mehrere Wochen am Stück in die neuen Bundesländer, um dort beim Aufbau Ost mitzuwirken. Daheim arbeitete seine Ehefrau Brunhilde im Büro und organisierte zusammen mit einem weiteren Mitarbeiter die Abwicklung der Aufträge vor Ort. 

Die Inhaberfamilie der Firma Göbel im 100. Jubiläumsjahr: Stephan und Tanja Göbel mit ihren 4 Kindern - der 5. Generation im Familienbetrieb - und Karl-Heinz und Brunhilde Göbel.

Um sein Unternehmen auf breitere Füße zu stellen, bot Karl-Heinz Göbel neben dem klassischen Maler-Handwerk auch andere Dienstleistungen an: die Mitarbeiter verlegten die Böden und führten Arbeiten aus, die heute ganz klassisch zum Trockenbau zählen. „Es macht Sinn für uns, aber vor allem für die Bauherren wenn wir all diese Dienstleistungen aus einer Hand anbieten können“, erklärt Karl-Heinz Göbel. 1995 erhielt der Malerbetrieb Göbel Zuwachs: Stephan Göbel, der Sohn von Brunhilde und Karl-Heinz, begann seine Ausbildung zum Maler- und Lackierer. Sein Vater war inzwischen Obermeister der Malerinnung Waldeck und wenig später Kreishandwerksmeister der Kreisinnung Waldeck-Frankenberg. Seit 2008 ist Stephan Göbel Inhaber und Geschäftsführer des Familienbetriebs. Genau wie sein Vater und Großvater ist er im Unternehmen groß geworden. 

Heute sind es mehr als 40 Mitarbeiter und Auszubildende, die eine große Bandbreite an Dienstleistungen abdecken. Vom Fußboden bis zur Zimmerdecke liefert der moderne Handwerksbetrieb alles aus einer Hand. Im Familienbetrieb helfen inzwischen auch die Kinder der vierten Generation aktiv mit. Dazu Tanja Göbel: „Ich bin sehr froh, dass uns unsere Töchter gelegentlich im Büro unterstützen und unser Sohn das Firmengelände sauber hält.“ 

Die Auszubildenden der Firma Göbel im 100. Jubiläumsjahr.

Der Malerbetrieb Göbel legt großen Wert auf eine gute Ausbildung des Nachwuchses. Die Firma Göbel ist Teil der Arbeitsgemeinschaft TOPAS für Top Ausbildungsstellen. Ziel der TOPAS-Meisterbetriebe und Mittelständler ist es, mittels eigener Ausbildung die Fachkräfte von morgen selbst auszubilden und diese branchenspezifisch auf die sich verändernden Marktanforderungen vorzubereiten. Aktuell werden bei Göbel fünf junge Leute im Malerhandwerk ausgebildet. Im August stehen wieder drei Plätze für Auszubildende zur Verfügung. Alle haben die Chance, dauerhaft übernommen zu werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare