Bürgermeister informiert Gemeindeparlament

60 Kernbohrungen durchlöchern Wilke-Gebäude

Ein Bohrkern wird in einem dunklen Raum vom Lichtkegel einer Taschenlampe erhellt.
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60 Kernbohrungen werden im Beton des riesigen Gebäudes der ehemaligen Wurstwarenfabrik Wilke in Berndorf sollen klären, wie teuer der Abriss wird. Die Gemeinde Twistetal lässt ein Abrissgutachten erstellen.

Der aktuelle Sachstand zur Entwicklung des Firmengeländes der ehemaligen Wurstfabrik Wilke ist seit dem Ankauf des Geländes durch die Gemeinde ein wiederkehrender Tagesordnungspunkt im Gemeindeparlament.

Twistetal-Berndorf - Wichtigste Feststellung war am Montagabend die Mitteilung, dass der Abriss des Geländes nun mit 3,3 Millionen Euro im Haushaltsplan für das kommende Jahr vorgesehen ist. Dazu erwartet die Gemeinde Twistetal Fördermittel aus dem europäischen EFRE-Fonds in Höhe von bis zu 1,5 Millionen Euro.

Den Rest muss die Gemeinde mit Krediten vorfinanzieren. Damit verbunden ist jedoch die berechtigte Hoffnung, dass ein der gesamte Betrag Großteil wieder durch den Verkauf des Grundstückes wieder in die Gemeindekasse zurückfließen wird.

Material und Mengen abschätzen

Bürgermeister Stefan Dittmann berichtete weiter, dass der Gemeindevorstand inzwischen ein Ingenieurbüro mit einem Abrissgutachten beauftragt habe. In diesem Zusammenhang seien 60 Kernbohrungen an dem riesigen Baukörper geplant. Davon erhoffen sich die Bauexperten genauere Hinweise darauf, welche Materialien verbaut wurden, mit welchen Massen zu rechnen sei und wie das Material zu entsorgen sein wird. Das entscheidet über die Kosten.

Parallel dazu bemühe sich der Gemeindevorstand darum, weitere Fördermöglichkeiten für das Dorfentwicklungsprojekt zu erschließen. Dazu sei unter anderem die hessische Förderbank WI-Bank angeschrieben worden.

Auf der Suche nach Abrissunternehmen

Bei einem Besuch der Münchener Immobilienmesse ExpoReal habe er gemeinsam mit Experten der vom Gemeindevorstand beauftragten NH-Wohnstadt den Markt erkundet, berichtete Bürgermeister Dittmann weiter. Unter anderem habe er mit Abrissunternehmen und möglichen Investoren gesprochen.

Alle hätten ihm jedoch geraten, erst einmal das Grundstück zu räumen und baureif zu machen. Dann könne man weitersehen. Auf Nachfrage erklärte der Bürgermeister noch, dass er bis Ende des laufenden Jahres mit der Vorlage des Abrissgutachtens rechne. (Elmar Schulten)

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