Wege, Sport- und Spielplätze betroffen

Bewohner von Berndorf ärgern sich über liegengelassenen Hundekot

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Ein Ärgernis: Hundekot mitten auf einem Gehweg an der neu gestalteten Bahnhofstraße in Twistetal-Berndorf.

Waldeck-Frankenberg. Für viele ist es ein leidiges Thema, das immer wiederkehrt: Hundekot im Ort. Auch in Berndorf ärgern sich die Einwohner über die Verunreinigungen. 

Ein Bewohner des Twistetaler Ortsteils hat jüngst darauf aufmerksam gemacht, dass etliche Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Tiere mitten im Dorf liegenlassen würden. Seinen Ärger hat er auch gegenüber der Gemeindeverwaltung geäußert.

Im gesamten Dorf hätten sich in den vergangenen Monaten Verunreinigungen durch Hundekot gehäuft. Entsprechend steige der Unmut in der Bevölkerung, lautet die Einschätzung von Burkhard Widder, der Mitglied im Heimat- und Kulturverein ist und dem das Erscheinungsbild des Dorfes am Herzen liegt.

„Selbst die Spielplätze, der Sportplatz und der Zuschauerbereich am Sportplatz sind davon betroffen“, schreibt Widder. „Die Wege zum Friedhof sind ein Graus.“ Wenn sich dort ein Hund „erleichtert“, so sei die Hinterlassenschaft unbedingt mitzunehmen, erinnert er die Hundehalter an ihre Pflicht.

Ortsnahe Spazierwege seien dadurch verschmutzt. „Diese Wege sind kein Hundeklo“, mahnt Burkhard Widder an. Auch Familien mit Kindern gingen dort spazieren. „Und wer weiß es nicht, dass die Kleinen gerne im Gras laufen?“ Außerdem seien rund um die vom Heimat- und Kulturverein aufgestellten Bänke in der Gemarkung Hundehaufen zu sehen.

Widder beklagt sich in wütendem Ton darüber, dass Hundekot auch auf Wiesen und Äckern liegen bleibe. „Die Hinterlassenschaften werden mit der Heu- und Siloernte eingebracht und dann den Kühen zur Fütterung vorgelegt“, vermutet er.

Appell an Hundehalter

Der Berndorfer wird deutlich: „Es ist doch nicht zu viel verlangt, einen Beutel für die Hinterlassenschaften einzustecken und zu verwenden.“ Er appelliert an die Hundehalter: „Wir bitten alle Tierliebhaber im Sinne eines anständigen Zusammenlebens darum, mehr Sorgfalt und Aufmerksamkeit beim Gassi gehen aufzubringen und ihrer Verpflichtung nachzukommen.“ Der Twistetaler Bürgermeister Stefan Dittmann sagte auf Nachfrage, dass es in allen Ortsteilen und auf allen öffentlichen Anlagen immer mal wieder zu Problemen mit Hundekot komme.

Besonders private Grundstückseigentümer beschwerten sich oft darüber. Hinzu komme ein weiterer negativer Effekt: „Unser Bauhof hat beim Rasenmähen regelmäßig Probleme mit Hundekot.“ Die Gemeinde habe schon häufig darauf hingewiesen. Jeder öffentliche Mülleimer könne zur Entsorgung genutzt werden. „Natürlich stehen diese Körbe insbesondere an öffentlichen Anlagen. Jeder Hundebesitzer ist dafür verantwortlich, sich um die Hinterlassenschaften seines Tieres zu kümmern“, erinnert der Bürgermeister. „Diese Pflicht sollte selbstverständlich sein.“

Nach Ansicht von Burkhard Widder ist es jedoch nicht die Aufgabe der Gemeindeverwaltung, hier Abhilfe zu schaffen. Provokant fragt er: „Sie (die Hundehalter, Anm. der Red.) kaufen ja ihr Toilettenpapier auch selbst. Oder bekommen sie es von der Gemeinde gestellt?“ 

Zum Thema: Liegengelassene Hundehaufen enthalten mehr Parasiten

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