Landwirt aus Nieder-Waroldern setzt Zeichen zum „Tag der Erde“

Ein Anblick, der Freude bereitet: Blühflächen für Insekten angelegt

Zwei Männer vor einem Tecker und einem Hinweisschild, das über Blühflächen informiert.
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Gemeinschaftsaktion zum Tag der Erde in Nieder-Waroldern: Bio-Landwirt Reinhard Nagel (links) von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft hat mit Andreas Grede, Sprecher der Aktionsgemeinschaft Agrarwende Nordhessen Blühpflanzen auf einem Feld ausgesät.

Ein Insektenparadies hat Reinhard Nagel in Nieder-Waroldern angelegt. Zum „Tag der Erde“ säte der Bio-Landwirt 5200 Quadratmeter Ackerfläche am Ortsrand ein.

Twistetal-Nieder-Waroldern – Anstelle von Getreide und Kleegras sollen auf dem Acker schon bald insektenfreundliche Blühpflanzen wie Phacelia und Sonnenblumen für Vielfalt sorgen. Reinhard Nagel von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft kooperiert mit der Aktionsgemeinschaft Agrarwende (AGA) Nordhessen, die auch das Saatgut gestellt hat.

Das offizielle Programm zum „Tag der Erde“ habe pandemiebedingt zum zweiten Mal abgesagt werden müssen, bedauerte Liane Lösekamm vom Vorstand der AGA Nordhessen. Umso mehr freut sich der Vorstand um Sprecher Andreas Grede, wenn Aktionen wie die Anlage des Blühfelds in der Region umgesetzt werden.

Natur und Mensch profitieren gleichermaßen

Die AGA trete nicht nur gegen Massentierhaltung ein, man wolle auch Landwirte wie Reinhard Nagel unterstützen, sagte Grede. Die Arbeit in der ökologischen Landwirtschaft müsse honoriert werden, so der Sprecher. Das sei zunehmend eine gesellschaftliche Herausforderung.

Dass ein gewisses Umdenken bereits stattgefunden habe, hat Reinhard Nagel in den vergangenen Jahren zunehmend festgestellt. Viel zu tun, sagt er, gebe es aber immer noch. Auf der Agenda des Bio-Landwirts steht daher nicht nur die Aussaat eines zweiten Blühfeldes bei Freienhagen. Der gepachtete Acker in Nieder-Waroldern darf in diesem Jahr bereits zum fünften Mal Blüten treiben. Insekten und Kleintiere sollen zudem davon profitieren, dass die Blumen nicht vor Ende Januar abgemäht werden.  (Sandra Simshäuser)

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