1. WLZ
  2. Waldeck
  3. Twistetal

Erweiterung des Feuerwehrhauses in Ober-Waroldern wird teurer

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Armin Haß

Kommentare

Der Bauausschuss besichtigte im September 2020 das Feuerwehrhaus in Ober-Waroldern, das erweitert (linke Seite) und saniert werden soll. Die Kosten liegen mittlerweile bei 262 000 Euro.
Der Bauausschuss besichtigte im September 2020 das Feuerwehrhaus in Ober-Waroldern, das erweitert (linke Seite) und saniert werden soll. Die Kosten liegen mittlerweile bei 262 000 Euro. © Armin Haß

Der Bauausschuss hat die Pläne für Erweiterung des Feuerwehrhauses Ober-Waroldern gebilligt. Das Projekt wird teurer.

Twistetal-Oberwaroldern – Mit zunächst gut 100 000 Euro Kosten sahen sich die Twistetaler Gemeindevertreter 2020 konfrontiert, nun müssen sie 262 000 Euro teure Pläne für die Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrhauses Ober-Waroldern akzeptieren. So brachte es Heiko Griesel (CDU) in der Sitzung des Bauausschusses Twistetal auf den Punkt.

Schnelles Handeln gefragt

Zu klein, zu eng, fehlende Duschen und Umkleideumkleidemöglichkeiten, getrennt von der Fahrzeughalle, das sind die Beanstandungen, die zu einem „roten“ Eintrag durch den hessischen Prüfdienst führten und die Gemeinde nun zu einem schnellen Handeln zwingen, wie Bürgermeister Stefan Dittmann in der Sitzung am Montag berichtete.

Im September 2020 fasste die Gemeindevertretung einen Grundsatzbeschluss, sodass es jetzt um eine Kenntnisnahme durch die Ausschüsse geht. Von der günstigeren Variante mussten die Gemeindegremien jedoch Abschied nehmen.

Zusätzliche Kosten

Für die Sitzung lag noch eine Kostenschätzung von 236 000 Euro durch das Architekturbüro Schütt in Bad Arolsen vor. Doch ausdrücklich noch nicht enthalten war eine „Kostengruppe“ für die Ausstattung mit Mobiliar. Dafür werden nun 12 500 Euro kalkuliert.

In der vorigen Woche wurde im Gemeindevorstand intensiv über das größere Ausbauprogramm diskutiert. Die Ausschussmitglieder billigten die Planung einstimmig, durch die sich der Eigenanteil der Gemeinde von 158 000 auf 185 000 Euro erhöht. Der pauschale Landeszuschuss verbleibt bei rund 33 000 Euro. Marcel Fingerhut (WGT) lobte die hohen Eigenleistungen von 45 000 Euro durch die Feuerwehr.

Mehr Baumaßnahmen

Architekt Dipl.-Ing. Henning Schütt erklärte die Verteuerung der Gesamtkosten vor allem mit einem Mehr in der Baukonstruktion. Allein die absoluten Kosten für die Erweiterung schlagen mit 116 000 Euro zu Buche.

Die neuen Pläne sehen einen Anbau mit einem eigenen leicht geneigten Dach und einem Austausch der vorhandenen, leichteren Eindeckung mit einem wärmedämmenden Dach vor. Griesel ergänzte, dass das Dach erneuert werden müsse, es regne bereits hinein. „Es muss etwas geschehen“, sagte Griesel. Da gebe es keine Diskussion.

Getrennte Wege vorgegeben

Über einen kleinen Vorbau gelangen die Feuerwehrleute künftig durch zwei verschiedene Eingänge in den Anbau mit Schulungsraum und Teeküche sowie zu den Toiletten und den zusätzlich eingeplanten Duschen sowie zu den Umkleiden mit 18 Doppelspinden, von denen her es in die Fahrzeughalle geht.

Das Feuerwehrhaus wird nach der Sanierung über eine Fernwärmeleitung an die Ölheizungsanlage im benachbarten Dorfgemeinschaftshaus angeschlossen. Die vorhandenen Nachtspeicheröfen (Strom) sollen herausgenommen werden.

Keine Solaranlage

Die Mehrheit im Bauausschuss lehnte den Antrag von Ilka Deutschendorf (Bündnis 90/Die Grünen) ab, eine Photovoltaikanlage auf dem Feuerwehrhaus zu installieren und das Dach über dem Anbau zu begrünen.

Die Mehrheit verwies auf die höheren Kosten und den temporären Energiebedarf. Nach Auskunft von Bürgermeister Stefan Dittmann muss die Temperatur in der Halle bei konstant mindestens acht Grad liegen und ist für den Schulungsraum eine Grundtemperatur von 17 Grad vorgesehen.

Anschluss an DGH

Jörg Marpe (FDP) erklärte, das Nahwärmesystem verursache auch geringere Betriebskosten. Auf eine Solaranlage solle erst einmal verzichtet werden. Besser wäre eine grundsätzliche Überprüfung des Wärmebedarfs in beiden Gebäuden. (Armin Haß)

Auch interessant

Kommentare