Ein- bis zweimal im Jahr nötig:

Für lange Einsätze in Twistetal: Verpflegungseinheit für die  Feuerwehren

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Neue Verpflegungseinheit der Twistetaler Feuerwehren: Die Helferinnen inspizieren ihre Spinde und und freuen sich auf ihre künftigen Aufgaben.  

Feuerwehrangehörige kennen das: Kurz vor dem Essen ruft die Leitstelle über Sirene oder digitale Pager zum Einsatz, der gelegentlich auch mal zwei oder mehr Stunden dauern kann. Für solche und ähnliche Fälle haben die Verantwortlichen der Feuerwehr Twistetal eine Lösung gefunden.

Twistetal. Ende Januar kam zum ersten Mal die neue Verpflegungseinheit der Twistetaler Feuerwehren zusammen. Sechs Mitglieder der Feuerwehr Berndorf, die leidenschaftlich gerne kochen, haben sich bereit erklärt, die Einsatzkräfte bei längeren Einsätzen mit Getränken und Snacks zu versorgen. Die Gemeindebrandinspektoren Stefan Rößner und Marc Wäscher erklärten den Mitgliedern der neuen Einheit, welche Aufgaben in Zukunft auf sie zukommen werden.

Die gesamte Gemeinde Twistetal bildet dabei das mögliche Einsatzgebiet. Alarmiert werden die vier Frauen und zwei Männer über Handy, hierbei kann die SMS-Alarmierung ausgelöst werden oder die Mitglieder werden direkt angerufen. Im Feuerwehrhaus Berndorf steht ihnen ein Spind mit weiteren Informationen und Ausrüstung zur Verfügung.

Je nach Wetterlage bereiten die Mitglieder nach ihrer Alarmierung Kalt- oder Warmgetränke zu, und können bis zu 50 Einsatzkräfte mit Verpflegung versorgen. Bei größeren Schadenslagen, in denen mehr Personen versorgt werden müssen, wird über die Leitstelle Waldeck-Frankenberg der Betreuungszug des Deutschen Roten Kreuzes des Landkreises in Ehringen alarmiert.

Mal heiß, mal kalt: Je nach Wetter die richtigen Getränke

Für die kurzfristige Versorgung mit Getränken wird schon jetzt auf mehreren Einsatzfahrzeugen Mineralwasser mitgeführt. Besonders nach anstrengenden Atemschutzeinsätzen bzw. körperlichen Arbeiten ist die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit sehr wichtig. Bei sehr kalten oder warmen Außentemperaturen ist die körperliche Belastung der Einsatzkräfte mit ihrer Schutzkleidung besonders hoch. Die neue Verpflegungseinheit kann auch hier durch die Zubereitung entsprechender Getränke helfen.

Unbürokratische Hilfe beim Kauf von Proviant haben Julian Schüngel und Daniel Bahn vom neuen Rewe-Markt in Berndorf angekündigt. Für die Kosten, die für die Versorgung von Einsatzkräften während eines Einsatzes entstehen, ist ein separates Konto bei dem Lebensmittelmarkt eingerichtet worden.

„In den letzten Jahren kam es durchschnittlich zu ein bis zwei Einsätzen im Jahr, bei denen wir eine Verpflegung für die Einsatzkräfte benötigt haben. Hier erhoffen wir t eine Unterstützung, damit in Zukunft keine Einsatzkräfte mehr vom laufenden Einsatz für solche Tätigkeiten abgezogen werden müssen“ hofft der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Marc Wäscher bei der Vorstellung der neuen Einheit im Rewe-Markt.  red

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