Haus- und Grundeigentümervereine tagen in Mühlhausen

Wertvolle Tipps für Vermieter

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Die Referenten bei der gemeinsamen Veranstaltung der haus- und Grundeigentümervereine Korbach und Bad Arolsen in Mühlhausen.

Twistetal-Mühlhausen. Auf großes Interesse stieß die Gemeinschaftsveranstaltung der Haus- und Grundeigentümervereine Korbach und Bad Arolsen im Landgasthof Kiepe, Mühlhausen.

Nach Begrüßung durch den stellvertretenden Korbacher Vorsitzenden, Rechtsanwalt Sven Garthe und dem Vorsitzenden des Haus- u. Grund Vereins Bad Arolsen, Rechtsanwalt und Notar Heinrich Göbel, übernahm dieser die Moderation der Veranstaltung. In drei Fachreferaten wurden  die mehr als 140 teilnehmenden Vereinsmitglieder über aktuelle und praxisrelevante Themen rund um die Immobilie informiert.

Maik Hesse, Leiter der Immobilienfinanzierung der Sparkasse Waldeck-Frankenberg, stellte die aktuellen Förderprogramme der KfW-Bank für Wohnimmobilien dar. Abhängig von der Effektivität und Tragweite der energetischen Sanierung ist hier unter dem Strich ein Zuschuss von bis zu 30 Prozent von der staatlichen Förderbank realisierbar.

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Christian Becker gab einen Überblick über die Tatbestandsvoraussetzungen der wichtigsten Vermieterkündigungen, u.a. der Kündigung wegen Eigenbedarfs und der fristlosen Kündigung wegen Zahlungsverzuges. Des Weiteren wies er auf häufige formale Fehler bei Kündigungen hin, die zu deren Unwirksamkeit führen. Schließlich stellte Becker noch die gerichtlichen Möglichkeiten zur Durchsetzung eines Räumungsanspruches dar.

 Im Anschluss daran skizzierte Herr Andreas Mann, Leiter des Fachdienstes soziale Dienste beim Landkreis Waldeck-Frankenberg, die aktuelle Situation bei der Zuweisung von Flüchtlingen an den Landkreis und den damit einhergehenden Bedarf an geeigneten Dauerunterkünften. So appellierte er an die Vereinsmitglieder, in Betracht kommenden Wohnraum anzubieten.

 In diesem Zusammenhang referierte Rechtsanwalt und Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Matthias Müller über mögliche und sinnvolle Vertragsgestaltungen bei der Vermietung an Flüchtlinge. Sofern die Gemeinde die Unterkunft zur Unterbringung der Flüchtlinge anmietet handele es sich um einen gewerblichen Mietvertrag, der deutlichen Gestaltungsspielraum zu Gunsten des Vermieters zulasse, zum Beispiel was die Vereinbarung von Renovierungspflichten anbetrifft. In der Pause hatten die Mitglieder bei einem reichhaltigen Buffet Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch.

Beide Vereine haben insgesamt über 600 Mitglieder. Bundesweit verfügt der Verband der Haus und Grund Eigentümer über mehr als eine Millionen Mitglieder, welche eine der größten Interessenvertretung darstellt, die sich den Belangen von Hauseigentümern und Vermietern annimmt.

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