Noch keine Aussage über Art und Größe des Erzvorkommens

Messergebnisse bestätigen die Vermutung: Kupfersuche im Twistetal geht weiter

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Kupferexploration auf den Feldern zwischen Twiste und Ober-Waroldern: An dem Hochleistungstransformator sitzt Paul-Benjamin Riedel von der Firma terratec aus Freiburg. Hinter ihm in der roten Weste Der Geologe Dr. Michael Neumann und der Dipl.-Ingenieur Peter Lausecker von der Bergbau Verwaltungs-GmbH Sachtleben aus Lennestadt.   

Twistetal-Twiste. Die Twiste Copper GmbH mit Sitz im sauerländischen Lennestadt hat die Ergebnisse ihrer geophysikalischen Explorationsarbeiten in Twistetal veröffentlicht. Ende August haben die Geologen nach möglicherweise nutzbaren Mineralien im Twistetal gesucht.

Die Auswertung der Messungen ergab westlich von Twiste Hinweise auf das Vorliegen einer Erz-Mineralisation in der Tiefe. „Größe, Inhalt und genaue Lage lassen sich aufgrund der jetzt vorliegenden Messungen aber noch nicht bestimmen“, heißt es aus Lennestadt.

Zur genaueren Untersuchung seien weitere geoelektrische Messungen nötig. Über den Umfang und den Zeitpunkt der neuen Messungen und gegebenenfalls auch Vergrößerung des Untersuchungsgebietes und weiterer Explorationsmethoden werde in Kürze entschieden.

Aufgrund der weltweiten Rohstoffentwicklungen wurde – wie bereits berichtet – beschlossen, das Bergwerksfeld Twiste auf möglicherweise nutzbare Mineralien, insbesondere Kupfererze, zu untersuchen.

Dazu wurde die Twiste Copper GmbH in Lennestadt als Explorationsgesellschaft gegründet. Die Sachtleben Bergbau Verwaltungs-GmbH als Bergbaubetriebsführungsgesellschaft betreut und leitet die Arbeiten.

Bei den Untersuchungsarbeiten mittels geoelektrischer Explorationsmethoden wurden Kabel und Messsonden an zwei etwa 1,4 Kilometer langen Messlinien zwischen Twiste und Ober-Waroldern ausgelegt und mobile Sende- und Empfangsstationen vor Ort auf Fahrzeugen oder im Gelände betrieben.

Bei diesem Verfahren werden der spezifische Widerstand und die elektrische Aufladbarkeit der Gesteine im tiefen Untergrund gemessen, um daraus insbesondere Hinweise auf Erzvorkommen zu gewinnen.

Die Messungen wurden durch die Firma terratec Geophysical Services GmbH & Co. KG aus Heitersheim, einem Spezialisten für die geophysikalische Exploration, ausgeführt. Ziel der Arbeiten war es, den geologischen Aufbau des Untergrundes bis etwa 300 Meter Tiefe zu erkunden und historische Bohrergebnisse auf Plausibilität zu untersuchen.

Die Arbeiten waren der zuständigen Bergbehörde beim Regierungspräsidium Kassel angezeigt worden. (r)

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