Auf dem Papier entsteht ein dreidimensionaler Schnitt durch das Erdreich

Kupfersuche zwischen Twiste und Ober-Waroldern geht weiter

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Dreidimensionaler Schnitt durch die Erde: Solche Bilder liefern Hinweise für die Kupferexploration. 

Twistetal – Die Twiste Copper GmbH mit Sitz in Lennestadt plant in der vierten Kalenderwoche, ihre im vergangenen Sommer begonnenen geophysikalischen Untersuchungen auf möglicherweise nutzbare Kupfervorkommen im Twistetal fortzusetzen.

Die Auswertung der bisherigen Messungen ergab westlich von Twiste Ergebnisse, die auf eine Erz-Mineralisation in der Tiefe hindeuten. Die Größe der möglichen Vorkommen sowie deren Inhalt und genaue Lage lassen sich derzeit aber noch nicht bestimmen.

Zur genaueren Untersuchung ist es daher notwendig, weitere geoelektrischen und geomagnetische Messungen vorzunehmen. Außerdem werden in beschränktem Umfang Bodenproben zur geochemischen Untersuchung genommen, heißt es in einer Mitteilung aus Lennestadt. Die neuen Messungen und Probennahmen beginnen voraussichtlich ab dem 21. Januar. Allerdings könnte starker Frost eine Verschiebung der Arbeiten notwendig machen.

Die Messungen werden wieder von der Firma terratec Geophysical Services aus Heitersheim, einem Spezialisten für die geophysikalische Exploration, ausgeführt. Im Team werden mehr als zehn Personen (Geophysiker, Geologen, Studenten und Helfer) zusammenarbeiten.

Mit den weiteren Arbeiten ist geplant, mögliche Erzvorkommen und den geologischen Aufbau des Untergrundes genauer zu erkunden. Mit Hilfe der neuen Messlinien soll versucht werden, ein dreidimensionales Bild der unterirdischen Strukturen zu schaffen.

Kupfer-Rohdraht bei der Firma Essex in Bad Arolsen. Aus diesen acht Millimeter dicken Strängen, so genannten Coils, werden Drähte in allen benötigen Querschnitten gezogen.

Ergänzend zu den geoelektrischen werden nun auch geomagnetische Messverfahren benutzt, die insbesondere die Strukturen im Untergrund besser darstellen sollen. Die bodengeochemischen Untersuchungen im Bereich des obersten Bodenmeters sollen möglichen Kupferspuren an der Tagesoberfläche nachweisen.

Die Arbeiten stehen unter Bergaufsicht und sind der zuständigen Bergbehörde, dem Regierungspräsidium Kassel, Dezernat Bergaufsicht in Bad Hersfeld, angezeigt worden. Lokale Behörden wurden ebenfalls informiert.

Das Explorationsprojekt wird geleitet von Dr. Michael Neumann, Chefgeologe der Sachtleben Bergbau Verwaltungs-GmbH (SBV), Lennestadt. Ausdrücklich dankt die Twiste Copper GmbH den Grundeigentümern, die Ihre Zustimmung zur Durchführung der Messungen gegeben haben.  es/red

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