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Das leisten Haupt- und Ehrenamtler beim DRK-Kreisverband Korbach-Bad Arolsen

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Blumen für besondere Leistungen beim DRK-Kreisverband: Zu sehen sind (von links): Georg Volkwein, Zweiter Vorsitzender Harald Schacht, Ingrid Deutsch, Karl-Friedrich Frese als Vorsitzender des Kreisverbandes Frankenberg, Marie-Luise Göbel, Schatzmeister Jürgen Trumpp, Vorsitzender Günther Hartmann, Sylvia Vetter und Geschäftsführer Michael Wehmeyer. 

Twistetal-Mühlhausen. Die vielen unterschiedlichen Einsatzbereiche des Deutschen Roten Kreuzes wurden bei der Jahresversammlung des Kreisverbandes Korbach-Bad Arolsen im Dorfgemeinschaftshaus deutlich.

In den Zweckbetrieben arbeiten rund 300 hauptamtliche Mitarbeiter. Aber auch zahlreiche freiwillige Helfer sind im 4000 Mitglieder starken Verein tätig, die dort ihre Freizeit opfern, und denen Kreisvorsitzender Günther Hartmann dankte: „Wir leben das Humanitäre, den Dienst an den Menschen. Ohne die ehrenamtliche Arbeit geht gar nichts.“

Ehrenamtliche Helfer

Der Verband arbeitet als Hilfsorganisation mit acht Bereitschaften und einer Bergwacht, dem Kreisauskunftsbüro, der Breitenausbildung in Erster Hilfe (147 Lehrgänge mit 1838 Teilnehmern), Blutspendedienst (37 Termine mit 3419 Spendern) und dem Jugendrotkreuz. Letzteres bereitet Sorgen, weil Gruppenleiter fehlen und die Zahl aktiver Jugendlicher schwindet.

Zur freien Wohlfahrtspflege gehören 15 Altenclubs, der wöchentliche Seniorentreff im Korbacher Bürgerhaus sowie die Kleiderkammer und der Kleiderladen. Seit sechs Jahren leitet Ingrid Deutsch mit ihrem ehrenamtlichen Team das täglich geöffnete Geschäft in der Prof.-Bier-Straße. Weitere Helfer für das Sortieren, die Präsentation und den Verkauf der Gebraucht-Kleidung werden gesucht.

Das 28-köpfige Akkordeonorchester bezeichnete Hartmann als das Aushängeschild des DRK. Sylvia Vetter gründete die Instrumental-Gruppe vor 33 Jahren und leitet sie seither.

Hauptamtliche Experten

In hauptamtlicher Arbeit lieferte der Kreisverband über dreißigtausend Mahlzeiten aus, und zur ambulanten Versorgung gehört die Hausnotrufzentrale, der 327 Teilnehmer angeschlossen sind. Der Betreuungsverein ermöglicht 56 Personen selbständiges Wohnen und berät ehrenamtliche Betreuer. Die Schuldnerberatung wurde von 378 Menschen in Anspruch genommen und von der Insolvenzstelle ließen sich 547 beraten.

Reichlich Zahlenmaterial boten die Jahresabschlüsse in den Tochtergesellschaften, die von Schatzmeister Jürgen Trumpp vorgelegt und von Geschäftsführer Michael Wehmeyer erläutert wurden.

Wirtschaftliche Betriebe

Vier Einzelbilanzen für die Bereiche Soziale Dienste, Fahrdienste, Rettungsdienst-GmbH und die Service-GmbH, die Personal an andere Gesellschaften verleiht, wurden erörtert. Sie wiesen in der Zusammenfassung eine von 6,3 auf 6,7 Millionen Euro gestiegene Bilanzsumme mit einem Gewinn von 5729,67 Euro aus.

Neue Wege geht der Kreisverband mit dem Volkmarser „Haus Wittmar“. Dort leben Senioren in Wohngemeinschaften. Von zwölf Plätzen sind aktuell zehn belegt. Nach einem negativen Ergebnis durch die Anlauffinanzierung im ersten Jahr glätten sich jetzt die Sorgenfalten. Die Belegung der Plätze gehe langsamer voran als am Korbacher Nordwall oder in der Itterstraße. Insgesamt handele es sich aber um ein sehr gutes Projekt mit guter Marktprognose.

Professionelle Retter

Zur Bilanz der Rettungsdienst-GmbH erläuterte Wehmeyer, dass strategische Überlegungen im Hinblick auf andere Anbieter und die Zehn-Minuten-Frist zur Entscheidung führten, in Herbsen eine neue Rettungswache zu bauen und die in Dalwigksthal zu verkaufen. Bei den Fahrdiensten sind 33 Mitarbeiter beschäftigt, die überwiegend in Bad Wildungen die Reha-Kliniken anfahren.

Dank an Mitglieder

Kreisvorsitzender Günther Hartmann dankte Marie-Luise Göbel und dem Mühlhäuser Ortsverein für die schöne Herrichtung des Hauses und dem Ehringer Ortsverband für das gute Essen zur Versammlung. Besonderer Dank wurde auch der lang gedienten Orchesterleiterin Sylvia Vetter zuteil. Sie hatte beim Schlagregen am vergangenen Sonntag stundenlang den Keller des DRK-Hauses am Busbahnhof vom Wasser befreit. 

Als treuestes Mitglied wurde Georg Volkwein gewürdigt. Der Ehringer ist seit 55 Jahren Mitglied des DRK. Ingrid Deutsch gebührte Dank wegen ihres Engagements in der Kleiderkammer. Schließlich wurde dem Vorsitzenden selbst Ehre zuteil, für seine gute Organisation beim Hessentag und weil er 70 Jahre alt geworden ist, den Geburtstag aber gesundheitsbedingt nicht feiern konnte.

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