Letzter Abschnitt bei Twiste

Lücken im Radweg zwischen Berndorf und Twiste geschlossen

Die Stahlbrücke über der Bröbecke wird an den Standort gehievt.
+
Die Stahlbrücke über der Bröbecke wird an den Standort gehievt.

Fünf Jahre nach Beginn der Bauarbeiten am ersten Abschnitt des Geh- und Radwegs zwischen Berndorf und Twiste wurde am Dienstagvormittag der Lückenschluss mit dem Brückenbau am Mühlhäuser Hammer im zweiten Abschnitt vollzogen.

Twistetal-Twiste – Insgesamt wurden 1,2 Millionen Euro in dem nun zu Ende gehenden zweiten Bauabschnitt vom Bund investiert. Hessen Mobil hat die 1,7 Kilometer lange Trasse geplant und die Arbeiten entlang der Bundesstraße betreut.

Lücke im Fernradwegenetz

Beim ersten Spatenstich Ende August hatte der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Jens Deutschendorf, die Ziele des Radwegbaus erläutert: So werde ein wichtiger Lückenschluss zwischen der Ederseeregion, Korbach und dem Twistesee vollzogen und mit dem etwa 2,25 Meter breiten Weg deutlich mehr Sicherheit geschaffen.

Zugleich bietet sich der Anschluss an die Fernradweg R 5 (Eder , Fulda, Werra), und R 6 (Waldecker Land bis in Rheintal). Der gesamte Twisteradweg, der in weiten Teilen bereits seit Jahren über die ehemalige Bahnstrecke zwischen Volkmarsen und Warburg verläuft, verläuft zudem von der Quelle der Twiste bei Berndorf bis zu ihrer Mündung in die Diemel in Warburg.

Reibungslos an Ort und Stelle gebracht wurde die Fertigbrücke über dem Mühlhäuser Bach.

Bereits 2016 war der erste, etwa 2,3 Kilometer lange Abschnitt zwischen der Einmündung Heideweg in Berndorf bis zur Kreisstraße 79 am Mühlhäuser Hammer für 570 000 Euro gebaut worden. Dann war erst mal Schluss, die geplante Fortsetzung verzögerte sich von 2018 bis 2020. Durch Probleme beim Grunderwerb verzögerte sich der Weiterbau.

Aus Stahl und Aluminium

Schließlich konnte mit dem zweiten Abschnitt begonnen werden. Ende vorigen Jahres waren die Arbeiten auf der Strecke abgeschlossen, dafür musste die B 252 bei Twiste zeitweise komplett gesperrt werden.

Der Einbau der Fertigbrücken aus Stahl und Aluminium verzögerte sich durch coronabedingte Probleme in der Lieferkette.

Über Nacht transportiert

Am Dienstagmorgen war es endlich so weit: Die in einem Unternehmen am Bodensee gefertigten Brücken waren in der Nacht mit Sondertransporten angeliefert worden. Mit einem Spezialkran aus Breuna wurden die Fertigteile an Ort und Stelle verbracht.

Immerhin musste über dem Mühlhäuser Bach eine Brücke von 11,50 Metern lichte Weite und einem Gewicht von 3,4 Tonnen zentimetergenau abgesetzt werden. Über die Bröbecke wird der Geh- und Radweg mit einer 7,70 Meter langen und 2,7 Tonnen schweren Brücke geführt.

Das muss noch getan werden

Die Arbeiten, für die die B 252 zeitweise halbseitig gesperrt und der Verkehr durch eine Ampelanlage geregelt wurde, verliefen reibungslos. Endgültig freigegeben wird der Radweg ab dem kommenden Montag, Bis dann müssen unter anderem noch Arbeiten an den Fugen und den Widerlagern ausgeführt werden. (Armin Haß )

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare