Märchen genial inszeniert

Gembecker Bühnenbauer improvisieren bei den Kulissen für Kultursommer

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Der Fischer und seine Frau: Andrea Post und Tim Schreiber beim pantomimischen Spiel mit minimaler Bühnenausstattung.

Twistetal-Gembeck. Ein Theaterstück für Kinder hatte die fünfköpfige Kulturgruppe Gembeck kurz vor den Sommerferien auf die Bühne geholt.

Beim „Fischer und seiner Frau“ spielt das Dresdner Schaupiel-Duo „Schreiber & Post“ mit der Phantasie der Zuschauer und beschränkt sich auf eine minimalistische Bühnenausstattung, bestehend aus einer drehbaren Wand.

Um so besorgter waren die Darsteller, als sie beim Aufbau in Gembeck feststellen mussten, dass sie die Rollvorrichtung für die Wand vergessen hatten. Kurzerhand baute Peter Einax den passenden Ersatz, der sich auf der Bühne als äußerst solide erwies. 

So konnten die Zuschauer den Szenen folgen, die sich anfangs in der winzigen Hütte abspielen, in denen der Fischer und seine Frau wohnen. Dann, nach einer Drehung der Wand, spielt sich der nächste Akt im Boot, mitten auf dem Meer ab. Dort trifft der Fischer auf einen sprechenden Butt, der Wünsche erfüllen kann. 

Mit der drehenden Wand wechselte der Handlungsort und die Bühne wurde neutral, mit kaltem Blau oder mit alarmierendem Rot ausgeleuchtet. Beeindruckt verfolgten die Kinder, wie der Butt die kleine Hütte in ein großes Haus und dann in ein Schloss verwandelt. 

Zur Höchstform lief das Duo bei der pantomimischen Einbeziehung von imaginären Wänden, Türen, Speisen oder hallenden Sälen auf. Die Kinder hatten die Aufgabe, den Butt zu rufen. (ugy)

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