Für vier Dörfer in Twistetal zuständig

Neuer Pfarrer in Ober-Waroldern: Gespannt auf neue Gemeinde

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Matthias Westerweg ist neuer Pfarrer von Elleringhausen, Nieder- und Ober-Waroldern und Twiste.  

Twistetal. Matthias Westerweg hat zum 1. November die vakante Pfarrstelle von Twiste, Elleringhausen, Nieder- und Ober-Waroldern angetreten. Bei einem Vorstellungsgottesdienst am Sonntag, 10. November, um 14 Uhr in der Pfarrkirche von Twiste wird er sich der Gemeinde präsentieren.

Der 37-jährige stammt aus Borken, hat in Marburg und Bern theologie studiert und von 2014 bis 2016 in Wetter sein Vikariat absolviert. Nach seiner Ordination hat der junge Pfarrer drei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hans-von-Sooden-Institut in Marburg geforscht und in dieser Zeit seine Doktorarbeit geschrieben.

Die liegt nun vor, muss aber noch im Februar verteidigt werden. Erst danach ist er Doktor der Theologie.

Seine kirchengeschichtliche Abhandlung beschäftigt sich mit „der evangelischen Bewegung in der Landgrafschaft Hessen vor 1526“. Dabei geht es um frühreformatorische Prediger in der Grafschaft von Landgraf Philipp von Hessen.

Nun hat er sich vorgenommen, in ähnlicher Detektivarbeit wie in seinem Studium, die Besonderheiten in seiner neuen, vier Dörfer umfassenden Gemeinde zu erkunden: „Ich will die Menschen kennenlernen, die hier leben und erfahren, was sie von mir erwarten“, bringt Westerweg seinen großen Plan auf den Punkt: „Dann wollen wir gemeinsam überlegen: Was läuft gut? Was wollen wir weitermachen? Was wollen wir künftig lassen?“

Wie wird ein Pfarrer zum Schalke-Fan?

All das will der neue Pfarrer in enger Abstimmung mit den Kirchenvorständen und der Gemeinde machen: „Ich repräsentiere hier zwar die Kirche, aber ich bin das nicht alleine. Ich verstehe mich nicht als Oberhirte, der sagt, wie es geht. Ich kann anleiten, Rat geben und begleiten. Vor allem möchte ich nach meinen besten Kräften unterstützen.“

Westerweg stammt nicht aus einem Pfarrerhaushalt. Seine beiden Großväter waren Bergleute im Braunkohlenrevier von Borken. Vielleicht ist das auch der Grund, warum er als Fußball-Fan die Schalke-Kicker aus Gelsenkirchen und international den Verein aus Liverpool unterstützt.

Sein erster Eindruck von seinem neuen Heim in Ober-Waroldern ist sehr positiv. Gleich am ersten abend in seiner neuen Wohnung habe es geklingelt und vor der Tür habe der komplette Kirchenvorstand gestanden. „Ich wurde mit Salz und Brot willkommen geheißen. Das war eine sehr schöne Geste, über die ich mich sehr gefreut habe..“

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