Förderung aus Denkmalschutzmitteln

Neues Dach für Fabrikantenvilla bei Twiste

Zwei Männer und zwei Frauen stehen auf einer Straße. Im Hintergrund istder Giebel einer Villa zu erkennen.
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Vor der imposanten Fabrikantenvilla neben der alten Spulenfabrik bei Twiste überreichte Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese (Mitte rechts) einen Förderbescheid an Eigentümer Gerhard Jordan (Mitte links). Rechts: Susanne Paulus vom Kreisbauamt und Kreisdenkmalpflegerin Antje Paul (links).

Wer von Korbach kommend hinter Twiste nach rechts auf den Zubringer Richtung Twistesee/ Elleringhausen abbiegt, gelangt bald nach dem Abzweig zu gleich zwei imposanten Gebäuden.

Twistetal-Twiste - Unübersehbar erhebt sich die alte Spulenfabrik direkt an der Straße und lenkt den Blick fast ab von der Fabrikantenvilla, die hinter einer überwachsenen Mauer inmitten eines üppigen Gartens nicht minder beeindruckend thront.

Dorthin führte nun der Weg des Erstem Kreisbeigeordneten und Baudezernenten Karl-Friedrich Frese, im Gepäck einen Förderbescheid aus Mitteln des Denkmalschutzes. Freudiger Empfänger des Zuschusses in Höhe von 5000 Euro ist Gerhard Jordan, Eigentümer der Fabrikantenvilla, deren schiefergedecktes Dach stark sanierungsbedürftig ist.

Erinnerung an die Waldeckische Holzspulenfabrik

„Herzlichen Dank an den Landkreis für die willkommene und notwendige Unterstützung jahrzehntelanger Bemühungen zur Erhaltung des Kulturdenkmals Waldeckische Holzspulenfabrik“, sagte Jordan bei der Entgegennahme des Förderbescheides.

Es bestehe eine familiäre Verbundenheit zu den Vorbesitzern und es sei seiner Familie eine Herzensangelegenheit, sich für die Sanierung und Erhaltung der ehemaligen Betriebsanlage einzusetzen - sowie deren Nutzung und Neuausrichtung nach Beendigung baubetrieblicher Spezialtätigkeit in der Wasserwirtschaft.

Historische Gebäude erhalten

Ohne Hilfe durch den Denkmalschutz, so Jordan weiter, sei aufgrund der augenblicklichen Situation der bisherige Einsatz nun jedoch nicht mehr möglich. Die erheblich gestiegenen Baupreise in der Pandemie, und die besondere Preissituation für Materialien wie etwa Schiefer verteure die Maßnahme. Es sei wichtig, die Kultur - zu der auch historische Gebäude zählen - zu erhalten. Sonst wisse man irgendwann nicht mehr, wo man herkomme, wie sich unser vielseitiges Handwerk entwickelt habe und wo unsere Wurzeln seien. Jordan war viele Jahrzehnte Mitglied im Bund deutscher Baumeister.

„Bei einem so besonderen Bauprojekt leisten wir gerne unseren Beitrag durch die Denkmalschutzförderung“, betonte Baudezernent Frese. Die 5000 Euro seien zwar nur einer von vielen Mosaiksteinen bis zur vollendeten Sanierung, jedoch ein nicht unbedeutender.

Denkmalschutz fördern

Schließlich handele es sich bei der Fabrikantenvilla um einen repräsentativen Bau für das Waldecker Land und den gesamten Landkreis. Wir wollen hiermit auch ein Zeichen set- zen, dass uns der Erhalt historischer Bauten, eines Teils unserer Geschichte sehr wichtig ist.

So würden die leider nur noch in geringem Umfang verfügbaren Denkmalschutzmittel gezielt eingesetzt wie für die Fabrikantenvilla als bedeutendes Zeugnis der Baukultur im Waldecker Land.  (red)

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