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Ober-Waroldern: Unangenehme Holperstrecke mit vielen Engstellen

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Von: Elmar Schulten

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Sie beklagen den schlechten Zustand des Landesstraße L3083 zwischen Ober-Waroldern und Korbach: Bürgermeister Stefan Dittmann (kniend mit Zollstock), und die Ortsvorsteher von Nieder- und Ober-Waroldern, Falko Arend (rechts) und Sebastian Tent.
Sie beklagen den schlechten Zustand des Landesstraße L3083 zwischen Ober-Waroldern und Korbach: Bürgermeister Stefan Dittmann (kniend mit Zollstock), und die Ortsvorsteher von Nieder- und Ober-Waroldern, Falko Arend (rechts) und Sebastian Tent. © Elmar Schulten

Die Ortsbeiräte von Nieder- und Ober-Waroldern klagen über unnötigen Schwerverkehr auf einer viel zu engen und ramponierten Landesstraße

Twistetal-Ober-Waroldern – Die Landesstraße L3083 führt von Nieder- über Ober-Waroldern bis zum Abzweig nach Strothe und weiter nach Korbach durch eine landschaftlich reizvolle Region. Sanfte Hügel, naturbelassene Waldstücke und verschlungene Wege bestimmen das Bild.

Alles könnte so schön sein, wenn nur der leidige Schwerverkehr nicht ständig diesen Schleichweg als Alternative zu den offiziellen Umleitungswegen nutzen würde. An manchen Stellen ist die Landesstraße nur vier Meter breit, stark abschüssig und sehr kurvig.

Heimliche Abkürzung, die keine ist

Hinzu kommen Stellen mit verdrücktem und/oder bröckelndem Asphalt. Die wenigen Radfahrer, die sich auf diese Holperstrecke trauen, kennen Waldwege in besserem Zustand. Richtig riskant wird es immer dann, wenn sich Busse und 40-Tonner irgendwo im Bereich der scharfen Kurven begegnen.

Ober-Warolderns Ortsvorsteher Sebastian Tent hat hier vor einiger Zeit einen mit Neuwagen beladenen 40-Tonner-Autotransporter beobachtet: „Offenbar folgen die alle ihren Navigationssystemen, wenn auf der Bundesstraße B252 bei Twiste oder wie aktuelle auf der Bundesstraße B251 zwischen Höringhausen und Freienhagen eine Baustelle die üblichen Routen versperren.“

Seitenstreifen nicht befahrbar

Die offiziellen Umleitungsempfehlungen würden entweder nicht von den Navis angezeigt. Denkbar sei aber auch, dass die Lastwagenfahrer darauf setzen, dass die Strecke über Ober-Waroldern eine Abkürzung sein könnte.

Das ist sie aber nicht. Autofahrer müssen hier extrem vorsichtig fahren und jederzeit mit Gegenverkehr an Engstellen rechnen. Warnbaken stehen an mehreren beschädigten Straßenstücken und lädierten Leitplanken. Das Warnschild „Seitenstreifen nicht befahrbar“ deutet auf weitere Gefahren hin.

Es wird immer nur ausgebessert

Die Ortsbeiräte von Nieder- und Ober-Waroldern haben schon mehrfach auf die Problematik hingewiesen. „Der Gemeindevorstand hat das Thema aufgegriffen und mit dem Landessstraßenbaubetrieb Hessen-Mobil und mit dem Landesministerium für Wirtschaft und Verkehr Kontakt aufgenommen“, berichtet Bürgermeister Stefan Dittmann.

Ergebnis: Die Landesstraße L3083 steht aktuell nicht auf der Prioritätenliste der Straßenbauer. Offensichtliche Schäden wie Schlaglöcher oder beschädigte Leitplanken, oder ausgefahrene Seitenstreifen werden ausgebessert. Mehr aber nicht.

Sanierungsoffensive wäre gut

Dittmann: „Wir wollen nicht undankbar sein. Das Land Hessen hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von Landesstraßen im Gemeindegebiet erneuert, so die abschnitte zwischen Twiste und Elleringhausen, Gembeck und Vasbeck.

Der Abschnitt zwischen Berndorf und Mühlhausen sei in Planung. Das sei schon gut. Aber es gebe auch noch weitere Straßen, die nicht mehr den Anforderungen des modernen Verkehrs entsprechen. Die Landesstraße zwischen Ober-Waroldern und Strothe gehöre dazu. Eine Sanierungsoffensive täte Not. (Elmar Schulten)

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