Digitalisierung läuft

Online-Anträge bei Gemeinde Twistetal vor allem für Sperrmüllabfuhr

Das digitale Angebot der Services bei der Gemeinde Twistetal wird weiter ausgebaut.
+
Das digitale Angebot der Services bei der Gemeinde Twistetal wird weiter ausgebaut.

Digitalisierung von Dienstleistungen bei der Gemeinde Twistetal schreitet voran.

Twistetal – Bei der Gemeinde Twistetal sind seit dem Beginn der Einrichtung von digitalen Dienstleistungen im Juli dieses Jahres 56 Anträge papierlos bearbeitet worden, so Sebastian Wurst, bei der Kommune federführend für die Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes.

Die Grundlagen

Der größte Teil betraf die Anmeldung von Sperrmüll. Inzwischen hat die Gemeinde 59 standardisierte Online-Prozesse zur Verfügung gestellt bekommen, die dann noch auf die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden.

Grundlage dafür ist eine Vereinbarung von Land und kommunalen Spitzenverbänden. Die E-kom 21 ist Partnerin bei der Anpassung dieser Prozesse auf die örtlichen Verhältnisse in Twistetal. „Das dauert Wochen oder Monate“, berichtet Wurst.

Das ist neu im Landkreis

Mit der Kreissparkasse ist eine Vereinbarung geschlossen worden über die Abrechnung und Bezahlung der Dienstleistungen.

Als erste Kommune im Landkreis werde Twistetal für das Rathaus einen Selbstbedienungsterminal bekommen, an dem die Bürger selbst Passfotos schießen lassen und das Bild an den zuständigen Mitarbeiter schicken können. „Wir hoffen, dass wir das Gerät im September/Oktober von der Bundesdruckerei ausgeliefert bekommen“, sagte Sebastian Wurst.

Das wird digital angeboten

Online-Anträge und Vorgänge (OLAV) im Meldewesen können über ein spezielles Verfahren abgewickelt werden.

Bis Ende 2022 sollen laut Gesetz rund 600 öffentliche Verwaltungsdienstleistungen digitalisiert dem Bürger zur Verfügung stehen, differenziert nach Bundes-, föderalen und kommunalen Zuständigkeiten.

Aufwändiger Prozess

Bis zur Bereitstellung von digitalen Akten im Bereich des Bauwesens oder von Friedhöfen wird noch ein langer Weg zurückzulegen sein, wie Bürgermeister Stefan Dittmann auf Anfrage erklärte. Allein für das Einscannen von DIN A 3-Karten des Liegenschaftskatasters werden nach Auskunft von Wurst fünf bis zu zehn Euro berechnet. Ein Teil der Pläne sei bereits digitalisiert worden.

Für die Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes hat die Gemeinde für dieses Jahr 25 000 Euro bereitgestellt. Ergänzend zu den digitalen Instrumenten in der Verwaltung muss die Webseite der Gemeinde neu gestaltet werden, damit die Bürger unkompliziert und schnell ihre Anträge bearbeitet bekommen.  red

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare