Bei Anschluss ans Netz

Rekordnachfrage nach Erdgas in Ober-Waroldern

Das symbolische Entzünden der Erdgasfackel in Ober-Waroldern übernahmen Bürgermeister Stefan Dittmann , Landrat Dr. Reinhard Kubat und Ortsvorsteher Stefan Rößner. Die Feier zum Anschluss ans Erdgasnetz der EWF wurde mit dem örtlichen Feuerwehrfest verbunden. Foto: Sandra Simshäuser

Twistetal-Oberwaroldern – Beim Heizen mit Erdgas sind die Ober-Warolderner absolute Spitzenreiter. Erst vor rund vier Wochen wurden die Arbeiten am letzten Bauabschnitt abgeschlossen. Nach Ende der Maßnahme sind nun unglaubliche 48 Prozent aller Haushalte im Dorf an das Erdgasnetz der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) angeschlossen.

Grund genug, das örtliche Feuerwehrfest mit der offiziellen Einweihung des Anschlusses zusammenzulegen und eine symbolische Erdgasfackel zu entzünden. „So eine Anschlussdichte haben wir im ganzen Gebiet noch nicht gehabt“, stellte Dr. Reinhard Kubat, Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender der EWF, bei der Feier mit Feuerwehrkameraden, weiteren Einwohnern und Mitarbeitern der EWF am Feuerwehrhaus beeindruckt fest.

"Gewinn fürs Dorf"

Die Erschließungsquote liege normalerweise bei höchstens 25 Prozent. Kubat überbrachte die Grüße von EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller und hob Ortsvorsteher Stefan Rößner als treibenden Motor bei der Maßnahme hervor. Rößner habe sehr viel Herzblut in das Vorhaben gesteckt. 

Mit Erfolg: „Das ist ein Gewinn fürs ganze Dorf“, befand der Ortsvorsteher. Man werde nun sukzessive versuchen, einen Ort nach dem anderen an das Erdgasnetz anzuschließen, schickte der Landrat hinterher.

Investitionen der Gemeinde

Für die Gemeinde sei eine solche Maßnahme von unschätzbarem Wert, betonte auch Bürgermeister Stefan Dittmann. Klimatechnisch weise Erdgas eine deutlich bessere Bilanz auf als das Heizen mit Öl. Dittmanns Dank galt zudem den Gemeindevertretern, die per Beschluss die nötigen Finanzen zur Verfügung gestellt hatten.

Die Gemeinde habe für rund 450 000 Euro in den Straßen Höringhäuser Straße, Zum Bruch, Kirchstraße, Am Twistenberger Weg, Im Meere, Heinzenberg, Am Schulgarten erneuert und Straßensanierungsarbeiten für rund 130 000 Euro ausgeführt. Ein zusätzlicher Gewinn für das Dorf sei die Erneuerung maroder Wasserleitungen im Zuge der Bauarbeiten sowie die Verlegung von Leerrohren für eine künftige Breitbandversorgung gewesen.

Lange Bauzeit

Über drei Jahre war in Ober-Waroldern für den Erdgasanschluss gebuddelt worden. Die gesamte Gasrohrlänge beträgt 2300 Meter. Die EWF hat 317 000 Euro in die Erschließung investiert. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Twistetal wurden bei dieser Gelegenheit auch Stromversorgungskabel und Gehwege erneuert. Mehrere Straßenbeläge warten noch auf ihre Fertigstellung. (Sandra Simshäuser)

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