Schlauch und Kunstharz schließen Risse

Kostensparende Kanalsanierung

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Kanalsanierung an einem Feld am Mühlhäuser Hammer

Twistetal. Die Eigenkontrollverordnung zwingt die Gemeinden zur Kontrolle und gegebenenfalls Reparatur ihrer Kanalleitungen. In Twiste und Mühlhausen wird dazu das sogenannte Inliner-Verfahren angewandt.

Kanalstränge, die bei einer Kamerabefahrung als schadhaft erkannt wurden, werden in einem weiteren Arbeitsgang mit einem doppelwandigen Schlauch durchzogen. 321000-Euro-Auftrag Der Schlauch wird aufgeblasen und der Zwischenraum zwischen den beiden Schlauchwänden unter Hochdruck mit einem Kunstharz ausgefüllt, der dann aushärtet.

So entsteht ein dichter Rohrdurchmesser, der noch einige Jahre weitergenutzt werden kann. Dieses Verfahren ist deutlich günstiger als der Kanalaustausch bei offener Bauweise. Nach dem groß angelegten Straßen- und Kanalbau in der Twister Hauptstraße im vergangenen Jahr werden nun also die verbliebenen Kanalabschnitte saniert.

Die Gemeinde Twistetal gibt im laufenden Jahr 235 000 Euro für die Kanalsanierung aus. Weitere 86 000 Euro bringt der Abwasserverband zur Sanierung der Verbindungsleitung von Mühlhausen nach Twiste auf. Das nebenstehende Foto entstand auf einem Acker am Mühlhäuser Hammer. Hier verläuft auch ein Kanal, der als rissig erkannt wurde.

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