Anwohnern fordern Einbau von Schwellen

Zu schnell in der Tempo-30-Zone von Twiste

+
Günter Wernz und Karl-Heinz Dörrie ärgern sich als Anwohner des Burgwegs in Twiste über die vielen Raser in ihrer Anliegerstraße. 

Twistetal Twiste – Der Burgweg ist eine steile und vergleichsweise schmale Anliegerstraße, die abschnittsweise über keinen Gehweg verfügt. „Hier wird gerne schnell gefahren“, klagt Günter Wernz, der am unteren Ende des Burgweges wohnt.

Immer wieder hat er Autofahrer den steilen Verbindungsweg vom Neubaugebiet ins Dorf hinein mit hoher Geschwindigkeit rasen sehen. Häufig müssten Fußgänger auf ein Mäuerchen springen, um sich selbst außer Gefahr zu bringen.

Dann wird es laut

Und auf dem Weg nach oben werde es dann regelmäßig laut, wenn die Autofahrer noch einen Gang runter schalteten. Wenn er die Leute dann auf ihr Fahrverhalten anspreche, dann höre er oft, dass man ja schalten müsse, um zügig nach oben fahren zu können.

So könne es jedenfalls nicht weitergehen, meint auch Karl-Heinz Dörrie, Nachbar von Günter Wernz und einer der Anlieger, die sich über die oft rücksichtslose Fahrweise vor ihren Haustüren ärgern.

Auf taube Ohren  gestoßen

Im Ortsbeirat und im Rathaus sei man mit den Beschwerden und dem Wunsch nach Schwellen in der Fahrbahn auf taube Ohren gestoßen, beklagen Wernz und Dörrie.

Neuerdings verbiete zwar ein Schild die Durchfahrt für Lastwagen über 7,5 Tonnen. Das werde aber regelmäßig missachtet, seit am oberen Ende des Burgwegs das Baugebiet vergrößert werde. Wernz und Dörrie wünschen sich Schwellen in der Fahrbahn vor ihren Häusern. Das würde die Autofahrer zwingen, das geltende Tempo 30 auch einzuhalten, sind sich die beiden Nachbarn einig.

Ortsbeirat hat sich für Tempo 30 ausgesprochen

Ortsvorsteher Patrick Paul wehrt sich gegen den Vorwurf, der Ortsbeirat habe sich nicht um die Angelegenheit gekümmert. Immerhin habe sich der Ortsbeirat bereits im Januar 2017 für die Einführung von Tempo 30 im gesamten Ortsgebiet von Twiste mit Ausnahme der Bundesstraße ausgesprochen. Damit verbunden war die Einführung der Rechts-vor-Links-Regel in der der Tempo-30-Zone. 

Den Einbau von Holperschwellen halte er persönlich jedoch an ganz wenigen, besonders gefährdeten Stellen für sinnvoll, etwa vor dem Kindergarten und auch im burgweg, so Paul. Mit den Anwohnern des Burgwegs stehe er in Kontakt. Auch mit Karl-Heinz Dörrie habe er erst vor wenigen Tagen über das Thema gesprochen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare