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Sie sorgen für den guten Ton auf der Freilichtbühne Twiste

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Von: Elmar Schulten

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Blick in den Regieturm der Freilichtbühne Twiste: Sechs Männer stheen an zwei Mischpulten mit unzähligen Reglern und Schiebern.
Das Technik-Team der Freilichtbühne Twiste arbeitet unbemerkt hinter den Kulissen: von links Bauingenieur Wilhelm Bangert, Torben Figge (Licht, Ton, Pyro) , Theo Berlitz, Simon Paulekuhn (Licht und Tontechnik) , Michael Floren (Ton, Technik, Verfolger) und Regisseur Karl Heinz Röhle. © Elmar Schulten

Die Freilichtbühne Twiste hat zum Ende der Bühnensaison das Technik-Team gewürdigt, das regelmäßig hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf der Aufführungen sorgt.

Besondere Herausforderung war in diesem Jahr das Kennenlernen der neuen Technik im komplett neu errichteten Technikturm. Von hier aus werden nicht nur die Lichteffekte auf der Bühne, sondern auch die großen Verfolger-Scheinwerfer, die Tontechnik und nicht zuletzt die überraschenden Knalleffekte mit Pyrotechnik gesteuert.

Im Namen des Vorstands würdigten Theo Berlitz und Regisseur Karl Heinz Röhle die Leistung von Michael Floren, Torben Figge und Simon Paulekuhn. Ein besonderer Dank aber ging an den Bauingenieur Wilhelm Bangert, der seit 2017 maßgeblich die Umgestaltung der Freilichtbühne mitgeplant und umgesetzt hat. Und das ehrenamtlich, unter Verzicht auf jedes Honorar.

Über Jahrzehnte der Freilichtbühne verbunden

Bangert ist der Freilichtbühne seit frühester Jugend verbunden. Schon 1960 stand er bei der Aufführung des Festspiels Die Herren von Twiste auf der Bühne. Im folgenden Jahr hatte er die erste Sprechrolle. Dem Festspiele ist er von 1975 bis 1982 treu geblieben

1978 übernahm er die Bauaufsicht beim Bau der Freilichtbühne im Bachteringhäuser Tal. Damals halfen für wenig Geld die drei großen Baufirmen in Nordwaldeck und viele Handwerker aus Twiste. Die Darsteller erbrachten enorme Eigenleistungen.

Viele arbeiten in Eigenleistung erledigt

Als jetzt nach 40 Jahren eine Renovierung anstand, war es nicht viel anders. Wieder war Eigenleistung gefragt. Dennoch mussten auch Firmen hinzugezogen werden, deren Rechnungen sich auf rund 280.000 Euro summierten. 200 .000 Euro konnten aus dem europäischen Leader-Programm zur Stärkung der kulturellen Infrastruktur eingeworben werden. Den Rest steuerten die Bühne aus Eigenmittel und die Gemeinde Twistetal bei.

2018 erfolgte die Ausschreibung der notwendigen Arbeiten. Die neue Toilettenanlage wurde rechtzeitig zur Premiere 2019 fertig. Den erzwungenen Lockdown nutzten die Twister für den Aufbau des Technikturms und die Verlegung von mindestens zwei Kilometern neuer Kabel.

Außerdem wurde eine neue Tiefendrainage hinter den Kulissen der Bühne eingebaut. Zum Schutz vor Überschwemmung wurde die Neigung des Weges am Hang verändert. Außerdem wurde ein Damm im Bereich der Lagerfläche errichtet. Dass die Umgestaltung den erwünschten Effekt hat, bewies der Starkregen im vergangenen Jahr, bei dem Die Freilichtbühne erstmals seit Jahren nicht überflutet wurde.

Gemeindeverwaltung unterstützte die Freilichtbühne

Der Innenausbau des Regieturms wurde vom Technik-Team der Bühne in Eigenleistung erledigt. Auch das sparte Kosten. Ebenso spendete der Twister Architekt Wilhelm Wilke die von ihm erbrachten Architektenleistungen. Thomas Böhle lieferte die Statik. Und Horst Figge vom Bauamt der Gemeinde wickelte alle verwaltungstechnischen Notwendigkeiten ab.

Die Kosten für all diese Arbeiten wären im Leader-Programm nicht förderfähig gewesen. Deshalb sind Vorstand und Darsteller der Freilichtbühne allen tatkräftigen Helfern sehr dankbar für ihren Einsatz, wie Theo Berlitz und Karl Heinz Röhle bei einem Treffen im Technikturm bekräftigten. (Elmar Schulten)

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