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Sie sorgen für guten Draht zu Auszubildenden bei EWF und Marpe Bau

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Zwei junge Frauen und ein Mann präsentieren stolz ihre Urkunden.
Stolz und motiviert: Die ersten Azubi-Coaches Janina Müller (von links), Frank Göbel und Leonie Hohmann waren von dem neuen Bildungsgang begeistert. © Handwerkskammer Kassel

Egal, welches Handwerk, viele Betriebe sind auf der Suche nach Fachkräften. Der sicherste Weg zu passgenauen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist, sie selbst auszubilden.

Twistetal/Korbach – Allerdings ist es immer schwieriger, geeignete Nachwuchskraft zu finden. Deshalb wird es umso wichtiger, die jungen Menschen, die ein Handwerk erlernen wollen, nicht nur gut auszubilden, sondern sie schon früh an den Betrieb zu binden.

Wie das funktionieren kann, zeigt die Schulung zum Azubi-Coach. Der neuartige Bildungsgang, den die Handwerkskammer Kassel zusammen mit „Handwerk & Bildung“ (HABI) aus Sondershausen in Thüringen jetzt zum ersten Mal angeboten hat, ist von HABI gemeinsam mit Experten und Praktikern aus dem Handwerk entstanden und umfasst acht Module. Jetzt konnten die ersten fünf Azubis-Coaches stolz ihre Urkunde entgegennehmen, drei von ihnen kommen aus dem Waldecker Land.

Soziale Kompetenzen entfalten

Die Gründe, warum junge Menschen eine Ausbildung abbrechen, sind ganz unterschiedlich. Hauptgrund ist das von ihnen als schlecht wahrgenommene Betriebsklima, gefolgt von Konflikten mit den Ausbildern.

Dahinter stehen oft Generationenkonflikte, Kommunikationsprobleme sowie unterschiedliche Positionen und Verhaltensmuster. „Der Azubis-Coach im Handwerk“, sagt Julia Riese, Leiterin und Projektkoordinatorin von HABI, ist ein Bildungsprodukt, das Ausbildungsverantwortliche befähigt, soziale Kompetenzen zu entfalten und zu befördern.“

Gegenseitiger Respekt ist wichtig

Leonie Hohmann, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Marpe Bau aus Twistetal, hat vor allem das Stress- und Zeitmanagement gereizt. Schon im Laufe des Bildungsgangs hat sie viel ins Unternehmen eingebracht, beispielsweise das Thema Respekt im Umgang miteinander. Andere Themen sollen folgen.

Die Energie Waldeck-Frankenberg war gleich mit zwei Personen vertreten. Bei Janina Müller, die die kaufmännische Azubis betreut, war der wachsende Altersunterschied zu den Auszubildenden Grund, an der Fortbildung teilzunehmen: „Je länger man in einem Betrieb arbeitet, je älter man wird, desto jünger werden die Azubis.“

Auszubildende wieder in den Fokus gerückt

Für Frank Göbel, der für die Ausbildung der technischen Azubis zuständig ist, sind Meisterprüfung und Ausbildereignungsprüfung schon lange her, „da sind Vertiefung und Wiederholung ein gutes Add-on“.

Ansprechpartnerin bei der Handwerkskammer ist Nicole Krispin, Tel. 0561/7888-183, nicole.krispin@hwk-kassel.de oder unter www.der-azubi-coach.de

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