Mittelalterliche Lieder und moderne Poptitel in Berndorfer Kirche 

So meisterlich  klingen gregorianische Gesänge  

+
Stimmungsvoll:Gregorianische Gesänge in der Kirche zu Berndorf.

Twistetal-Berndorf. Der Name der Rose ließ grüßen: The Gregorian Voices dürften viele Besucher in der Berndorfer Kirche an den im Mittelalter spielenden Film erinnert haben.

Ähnlich unheimlich fiel der Auftakt aus, als die Gesangssolisten in braunen Mönchskutten und mit Kapuzen über dem Kopf in den Chorraum einschritten. Dort störten einzig  die mit moderner Beleuchtung ausgestatteten Notenpulte den altertümlichen Gesamteindruck, stammten doch einige der meisterlich vorgetragenen Choräle noch aus der Bauzeit der Berndorfer Kirche.

Das bieten die Sänger

 Das goldene Zeitalter der liturgischen Gesänge ließen die bulgarischen Solisten alle unüberhörbar mit klassischer Gesangsausbildung in allen Facetten unter dem Rundbogen auferstehen. Gregorianische Gesänge wie Ave maris stella, orthodoxe Gesänge und Madrigale zählten zum Repertoire der bewundernswert exakt und stimmkräftig agierenden Künstler. 

Das Publikum, das nahezu mucksmäuschenstill lauschte, dankte dafür wiederholt mit prasselndem Applaus. Dass sich nahezu jedes Lied in den gregorianischen Stil umwandeln lässt, führte die Gruppe unter Leitung von Ivan Uzunov nach der Pause mit Klassikern der Popmusik vor. 

So vielseitig ist das Programm

The Sound of Silence und Cohens Halleluja, aber auch den gregorianisch anmutenden Song Ameno, Charterfolg aus den Neunzigerjahren, ließen die Profis gekonnt aufleben, so dass als Zugabe noch Michaels Jacksons We are the World im a-Cappella-Gewand drin war. (sim)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare