Bürgermeister Dittmann spricht beim Haus Lupp vom „i-Tüpfelchen für den Stadtumbau in Berndorf“

Soll Gemeinde Hausabriss finanzieren?

+
Der Abriss des Hauses Im Winkel 2 in Berndorf könnte vielleicht noch kurz vor Abschluss des Stadtumbauprogramms bezuschusst werden.

Twistetal-Berndorf. Als quasi letztes Projekt im Rahmen des Stadtumbaus Nordwaldeck schlägt der Gemeindevorstand den Ankauf und Abriss eines baufälligen Hauses unterhalb der Berndorfer Kirche vor. Das Gebäude mit der Hausanschrift „Im Winkel 2“ sollte schon mehrfach zwangsversteigert werden. Es fand sich aber kein Bieter.

Um einen Schandfleck im Dorf zu beseitigen, der zudem immer baufälliger wird, wird nun der Abriss diskutiert. Auf dem freigeräumte Grundstück könnten acht Parkplätze und ein barrierefreier Weg zur Kirche entstehen.

Allerdings müsste noch geklärt werden, ob das Gebäude, das unter denkmalrechtlichem Ensembleschutz steht, überhaupt abgerissen werden darf, und ob das hängige Gelände zur Kirche hin durch eine Mauer abgesichert werden müsste. Letzte Chance auf Zuschuss Abriss und Flächengestaltung sind mit 110 000 Euro kalkuliert.

 Nach Abzug der Zuschüsse müsste die Gemeinde Twistetal rund 40 000 Euro an Eigenmitteln aufbringen. Gegen diesen Vorschlag wettert der SPD-Gemeindevertreter Otto Paul. Die Gemeinde könne doch unmöglich alle baufälligen Gebäude ankaufen und abreißen. Dagegen argumentierte der CDU-Gemeindevertreter Rolf Jäger, dass die Beseitigung eines Schandflecken in der Dorfmitte ein optimales Projekt für den Stadtumbau sei.

Und auch Bürgermeister Stefan Dittmann erklärte: „Aus meiner Sicht könnte das das i-Tüpfelchen für den Stadtumbau in Berndorf sein.“

Abschließend entscheiden wird das Gemeindeparlament bei seiner Sitzung am 13. Dezember in Gembeck. (es)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare