Bürgermeisterwahl am 28. Oktober:

SPD Twistetal vergibt Schulnoten für Bürgermeister Dittmann: "Drei minus"

Die SPD-Twistetal vergibt Schulnoten für Bürgermeister Dittmann. Von links SPD-Gemeindevertreter Otto Paul, Bürgermesiter Stefan Dittmann (FDP) und rechts SPD-Fraktionsvorsitzender Ralph Backhaus.

Twistetal. Im Vorfeld der anstehenden Bürgermeisterwahl hat sich die Twistetaler SPD mit der möglichen Aufstellung eines Gegenkandidaten beschäftigt.

Nach reiflicher Überlegung und Diskussion kam man zu der Entscheidung, die bisherige Amtsführung des amtierenden Bürgermeisters Stefan Dittmann mit „teilweise befriedigend (3-)“ zu bewerten, was heiße, „dass nicht alles Gold ist was glänzt, aber dass die geleistete Arbeit erst einmal für eine Wiederwahl ausreiche, es jedoch noch viel Potential nach oben gebe.“

So sieht die Twistetaler SPD für die kommende Legislaturperiode einiges an Nachbesserungsbedarf wie die Reduzierung des Schuldenstandes der Gemeinde und der ihr angeschlossenen Verbände, sowie die steuerliche und gebührenmäßige Entlastung der Bürger. So müsse zum Beispiel durch die Auflösung der bestehenden Müllrücklage eine Kostenreduktion für die Twistetaler erreicht werden.

Dittmanns Aussage in der WLZ, wonach eine Schließung des Rathauses freitags ab 13 Uhr bürgerfreundlich sei, erscheint der SPD-Fraktion sehr fraglich. Sie fordert vor allem, das Rathaus möglichst schnell offen, bürgerfreundlich und modern umzubauen und dazu das von der Gemeindevertretung seit zwei Jahren bereitgestellte Geld zu verwenden, um geschlossene Türen und verödete Flure der Vergangenheit angehören zu lassen.

Weitere Baustellen sieht die SPD in der Ausweisung von neuen Gewerbeflächen, der Verbesserung des Fremdenverkehrs sowie der sozialen Fürsorge für die älteren Mitbürger, um Twistetal zwischen den beiden Mittelzentren besser zu positionieren.

Weitere Dinge müssten verbessert werden. Als „besonders spannend“ empfindet die SPD-Fraktion die Aussage des Bürgermeisters, dass er sich von der FDP getragen sehe. Bei genauem Hinsehen solle auch der Bürgermeister erkennen, dass das nach der letzten Kommunalwahl entstandene gute Verhältnis und Arbeitsklima aller in der Gemeindevertretung vertretenen Parteien und Gruppierungen, die gemeinsam versuchen, das gute und sachliche Miteinander im Parlament zu suchen und umzusetzen, erst viele Maßnahmen möglich machten. 

Bürgermeister Stefan Dittmann hatte erst vor wenigen Tagen in der Waldeckischen Landeszeitung seine offizielle Kandidatur erklärt. (r)

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