Nach WLZ-Intervention endlich Zusage der Telekom

Telefon-Probleme in Ober-Waroldern: Seit Monaten wie abgeschnitten von der Welt

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Das schiefe Haus in Ober-Waroldern wurde im Juli 2018 nach Entkernung fachmännisch abgerissen. Seitdem hat das Nachbarhaus keinen Festnetztelefon mehr.  

Twistetal-Oberwaroldern. Fast seit einem Jahr ist der Festnetzanschluss des Ehepaars Faustmann in Ober-Waroldern lahmgelegt. Beim Abbruch des baufälligen Nachbarhauses musste die oberirdische Telefonleitung demontiert werden, die auch zum Haus der Faustmanns führte.

Das war im Juli vergangenen Jahres. Seither hat es einige Telefonate mit der Telekom gegeben. Der Bauunternehmer hat vergeblich angeboten, das Telefonkabel auf eigene Kosten zu verlegen. Bürgermeister Stefan Dittmann hat sich eingeschaltet, doch auch nichts erreicht.

Die Eheleute sind seither nur über Mobiltelefon erreichbar, dessen Karte von einem anderen Anbieter stammt. Der Internetanschluss bei der Telekom funktioniert noch. Auf eine neuerliche Nachfrage der Telekom habe der Ehemann die Empfehlung bekommen, den Anbieter zu wechseln, berichtet Roswitha Faustmann.

Auch wenn das Telefon verstummt ist, so schickt die Telekom die monatliche Rechnung, die mit 40 Euro im Schnitt zu Buche steht. Die Telekom-Mitarbeiter versicherten, dass die Summen den Eheleuten gutgeschrieben würden.

Verwundert über die Nicht-Reaktion der Telekom äußerte sich Bürgermeister Stefan Dittmann auf Nachfrage der WLZ. Dem Unternehmen sei ein halbes Jahr vor dem Abriss des Schiefen Hofes mitgeteilt worden, dass dort eine intakte Telefonleitung ersetzt werden müsse, um die Versorgung in der Nachbarschaft sicherzustellen. Doch eine Antwort blieb aus. Auch wurde nichts unternommen, um den Telefonanschluss des Nachbarn zu erhalten.

Das ändere sich erst nach Intervention der Waldeckischen Landeszeitung. Am Freitag erreichte die Redaktion die Nachricht der Telekom-Beschwerdestelle: „Unsere Kollegen vom Kundenservice und der Technik haben den Sachverhalt recherchiert und Maßnahmen zur Beseitigung der technischen Probleme angestoßen. (...)

Im Verlauf der kommenden Woche (also ab heute, die Red.) soll eine von uns beauftragte Auftragnehmerfirma mit der Leitungsinstandsetzung beginnen bzw. die vorhandene Störung beheben. (...) Wir bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten sehr und danken dem Kunden für sein Verständnis und seine Geduld. Außerdem hoffen wir, Herrn Faustmann künftig wieder zu unseren zufriedenen Kunden zählen zu dürfen.“  

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