Polizei zieht Bilanz einer langen Nacht

Tempo 30, Nachtfahrverbot, Sozialvorschriften und Gefahrguttransporte in Twiste kontrolliert

Polizeiauto mit Blaulicht und Polzisten
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Nächtliche Polizeikontrollen in der Ortsdurchfahrt von Twiste. (Symbolbild)

Beamte der Polizeistation Bad Arolsen und der Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Nordhessen haben von Montagabend bis Dienstagmorgen Kontrollen an der B 252 in der Ortsdurchfahrt von Twiste durchgeführt. Dabei gab es einiges zu ahnden.

Twistetal-Twiste - Bei den Geschwindigkeitskontrollen mit einem Laserhandmessgerät stellten sie vier Fahrer fest, die sich nicht an die zwischen 22 und 6 Uhr erlaubten 30 km/h hielten. Drei kamen mit einem Verwarngeld davon. Ein Fahrer wurde mit 54 km/h gemessen und muss daher mit einem Bußgeld in Höhe von 115 Euro und einem Punkt im Fahreignungsregister rechnen.

Vier Lastkraftwagenfahrer missachteten das nächtliche Durchfahrtsverbot und erwarten daher mit einem Bußgeld in Höhe von 100 Euro.

Bußgelder im dreistelligen Bereich

Die Polizisten kontrollierten fünf Gefahrguttransporter. Einem davon mussten sie die Weiterfahrt untersagen, da die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert war.

Ein Lkw-Fahrer hielt sich nicht an die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten. Gegen ihn Polizeibeamten leiteten Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, den Fahrer dürfte ein Bußgeld im dreistelligen Bereich erwarten.

Seit Wochen ohne Fahrerkarte unterwegs

Besonders auffällig waren zwei Männer in einem Lkw, der für eine Spedition fuhr: Bei der Kontrolle stellten die Polizisten fest, dass der Lkw-Fahrer die Fahrerkarte seines Beifahrers eingelegt hatte. Der Fahrer hatte seine Lenkzeit auf seiner Fahrerkarte schon erreicht, er war bereits den ganzen Tag gefahren.

Der ausländische Beifahrer war als Tourist in Deutschland und durfte daher keine Arbeit aufnehmen. Bei den weiteren Überprüfungen stellte sich heraus, dass der Lkw über Wochen ohne vorgeschriebene Fahrerkarte gefahren wurde. Den beiden Männern mussten die Polizisten die Weiterfahrt untersagen.

Die Beamten leiteten zudem Strafverfahren wegen illegaler Beschäftigung gegen den Beifahrer und die Firma und wegen Fälschung beweiserheblicher Daten gegen den Lkw-Fahrer sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die Firma ein.

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