Haushaltsplan für 2020 vorgelegt

Twistetal gibt sich familienfreundlich und setzt auf Bauland

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Neues Bauland: Die Planungen für das neue Baugebiet "Auf dem Südholze" in Mühlhausen werden konkret. Bei einem Ortstermin des Bauausschusses wurde die Details vorgestellt.

Twistetal – 500 Einwohner hat die Gemeinde Twistetal seit dem Jahr 2000 verloren und zählte zum 30. Juni 2019 noch 4367 Einwohner. Um diesem Trend etwas entgegen zu setzen und um sich als moderne, familienfreundliche Gemeinde zu präsentieren, hat der Gemeindevorstand damit begonnen, Neubaugebiete in Mühlhausen, Twiste und Berndorf auszuweisen.

Allein 1,7 Millionen Euro will die Gemeinde im kommenden Jahr für den Ankauf und die Baureifmachung von Grundstücken ausgeben. Diese Zahl lässt sich aus dem Haushaltsplan ablesen, den Bürgermeister Stefan Dittmann am Dienstag im Gemeindeparlament vorlegte.

Insgesamt rechnet der Rathauschef im Ergebnishaushalt mit Erträgen von 8,7 Millionen Euro bei Aufwendungen von 8,5 Millionen Euro, so dass am Ende ein Überschuss von 222.000 Euro erwirtschaftet werden sollen.

Um auch in Zukunft genügend Arbeitsplätze für ihre Bürger vorhalten zu können, sei die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes im Bereich Berndorf „Hinter den Höfen“ mit unmittelbarem Anschluss an die Bundesstraße B252 geplant. Erfahrungsgemäß dauere es dann aber immer noch vergleichsweise lange, bis auch das Baurecht geschaffen sei. 

Gleiches gelte für die Ausweisung von Baugrundstücken für Einfamilienhäuser. In Mühlhausen würden auf diese Weise bald fünf neue Baugrundstücke zur Verfügung stehen, in Twiste auf dem Katmel 16 und in Berndorf am Erlengrund bis zu 20. In Berndorf stehe das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans aber erst am Anfang.

Zu den größten Investitionen gehört der Bau eines neuen Feuerwehrhauses in Ober-Waroldern. Hierfür wurde eine erste Rate von 100.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Für die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs LF10 für den Katastrophenschutz muss die Gemeinde einen Eigenanteil von 175.000 Euro aufbringen. 50.000 Euro sind für neue Schutzkleidung für die Feuerwehr eingeplant, 26.000 Euro für die digitale Sirenensteuerung.

Nachdem das Rathaus in den vergangenen Jahren eine Fassadenauffrischung und neue Fenster erhalten hat, sollen 2020 alle Räume saniert werden. Geplant sind neue Tapeten und Fußbodenbeläge sowie technische Ausstattung für 250.000 Euro.  

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